Treffpunkt Höhenstraße Nachbarn demonstrierten Zusammenhalt

Süchteln · Zusammenhalt am Tag der Nachbarschaft: Bewohner der Wohnanlage Höhenblick in Süchteln begingen den bundesweiten Aktionstag mit einem fröhlichen Fest. Eingeladen hatte der Treffpunkt Höhenstraße des Caritasverbandes.

Mit einer Menschenkette demonstrierten die Nachbarn aus der Wohnanlage Höhenblick ihre Gemeinschaft.

Foto: Caritas

. Rund 300 Menschen leben in den vier markanten Häusern an der Höhenstraße Nr. 44 bis 50 am Ortseingang von Süchteln. Eigentlich war geplant, die gesamte Wohnanlage mit einer Menschenkette zu umrunden. Dazu reichte die Zahl der Teilnehmenden zwar nicht aus – aber die Besucher bildeten eine kürzere Menschenkette am kürzlichen renovierten „Bauwagen“ auf dem Gelände, der den Kindern und Jugendlichen als Treff dient. „Damit setzen wir ein Zeichen für die Gemeinschaft und das gute Miteinander im Quartier“, sagte Bärbel Nelke vom Caritasverband, die Initiatorin der Aktion, die am bundesweiten Tag der Nachbarschaft (29. Mai) stattfand.

„Was gibt es Schöneres als eine Nachbarschaft, die lebt?“, fragte Christian Schrödter, Vorstand des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen, in seiner kurzen Begrüßung. Die Aktion passe wunderbar zum Jahresmotto der Caritas, fügte er hinzu: „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen.“ Bereits seit 1999 unterhält der regionale Caritasverband den „Treffpunkt Höhenstraße“. Unter der Leitung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin setzen sich Bewohner ehrenamtlich für die Nachbarschaft ein und bieten zahlreiche Aktivitäten für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in der Wohnanlage an.

Dieses Engagement hob Prokurist Mike Zander von der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen AG (GWG) hervor, der die insgesamt 108 Wohnungen in der Anlage Höhenblick gehören. „Seit 27 Jahren arbeiten wir hier zusammen mit der Caritas für eine gute Nachbarschaft – diesen Rekord haben wir auf jeden Fall aufgestellt“, erklärte Zander. Als die Kooperationen zwischen der Wohnungsgesellschaft und dem Caritasverband startete, war sie einmalig im gesamten Kreis Viersen. Damals gab es Vandalismus und Ärger unter den Mietern.

Heute freut sich Bärbel Nelke über die Verbundenheit der Menschen zu ihrem Wohnumfeld. Vor gut einem Jahr hat sie die Leitung des Treffpunkts Höhenstraße übernommen. Das Team besteht derzeit aus acht ehrenamtlich Engagierten. „Hinzu kommen etwa fünf weitere, die immer bereit sind, irgendwo mit anzupacken“, berichtet Bärbel Nelke. In allen Schulferien stellt der Treffpunkt Höhenstraße ein Ferienprogramm für die Kinder und Familien mit Aktivitäten, Aktionen und Ausflügen auf die Beine. Jeden Dienstag treffen sich (ältere) Bewohner zu einem gemeinsamen Frühstück. Für die Heranwachsenden gibt es Kreativangebote und regelmäßige Treffs, außerdem kommt jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr der Spielbus des Jugendamtes.