Die Anwendung des im Herbst 2025 erlassenen Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung war Thema im jüngsten Stadtrat. Grundsätzlich befürworten Politik und Verwaltung das Gesetz als Instrument zur Schaffung und Aktivierung von Wohnraum im Gebiet der Stadt Nettetal. Markus Grühn, Leiter des städtischen Geschäftsbereichs Stadtentwicklung und Bauen, machte im Rat aber auch deutlich, dass der „Bauturbo“ nicht als Freifahrschein für sämtliche Bauvorhaben betrachtet werden darf und die Bauordnung nicht aushebeln kann.
„Die hohen Erwartungen, die auf Bundesebene geweckt worden sind, können wir als Kommune möglicherweise nicht erfüllen“, warnte Bürgermeister Christian Küsters vor Euphorie. Markus Grühn und der Bürgermeister wiesen darauf hin, dass es bislang noch keinerlei Erfahrung mit der Anwendung solcher Leitplanken gibt. Eine stete Evaluierung sei vonnöten, eine kontinuierliche Beratung in den zuständigen Gremien erforderlich.