Mobilfunkmesswoche Gemeinsam Funklöcher schließen

Kreis Viersen · Mobilfunkmesswoche NRW geht in die vierte Runde und läuft noch bis 1. Juli. Gemeinsam kann man so Funklöcher schließen. Ministerin Neubaur: Jede Messung zählt!

Symbolfoto: pixabay

Foto: Antranias/pixabay.com

Die Mobilfunkmesswoche NRW geht in die vierte Runde – und sie wirkt: Ein neuer Funkmast in Eitorf-Hönscheid im Rhein-Sieg-Kreis wird Ende Juni in Betrieb genommen, weil Bürger mit der Mobilfunk-Check-App genau dort eine Versorgungslücke dokumentiert haben. Nordrhein-Westfalen ist bereits auf 98,6 Prozent der Fläche mit 4G versorgt – jetzt kommt es auf die letzten Lücken an. Vom 24. Juni bis 1. Juli 2026 sind alle Einwohner wieder aufgerufen, ihren Mobilfunkempfang mit der kostenlosen App der Bundesnetzagentur zu messen.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Aktion erneut als Schirmfrau: „Wir brauchen gute Mobilfunknetze für unseren Alltag. NRW ist beim Mobilfunk weit gekommen – und die Menschen im Land haben dazu beigetragen. Über 87.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 53 Millionen Messpunkte, und jetzt ein neuer Funkmast, der genau dort entsteht, wo die Daten ihn gefordert haben. Die letzten Lücken schließen wir gemeinsam. Messen Sie mit!“

Wie funktioniert die Funkloch-Suche? Mitmachen ist ganz einfach: Mobilfunk-Check-App herunterladen, unterwegs starten und ganz normal das Handy nutzen – ob auf dem Weg zur Arbeit, bei Fahrradtouren oder kurzen Spaziergänge. Im Hintergrund misst die App automatisch, wie gut das Mobilfunknetz funktioniert. Die Ergebnisse werden anonym gesammelt und in der Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Die Mobilfunk-Check-App steht kostenlos und werbefrei in den App-Stores zum Download bereit.

Was bringt die Mobilfunkmessung? In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 87.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen rund 53 Millionen Messpunkte geliefert. Die Ergebnisse haben dazu beigetragen, die Versorgungslage realistisch aus Nutzersicht abzubilden – und gezielt zu verbessern. Wichtig: Je kleiner die Versorgungslücken werden, umso mehr kommt es auf die präzisen lokalen Messungen der Bürgerinnen und Bürger an.

Wie ist der Ausbaustand des Mobilfunks in Nordrhein-Westfalen und dem Kreis Viersen? Laut Bundesnetzagentur beträgt die 4G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen 98,6 Prozent. 5G ist bereits in 96,8 Prozent der Fläche durch mindestens einen Netzbetreiber verfügbar. 10,7 Prozent der Landesfläche sind so genannte „graue Flecken“, also Flächen die von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit 4G oder 5G versorgt werden. 1,2 Prozent der Landesfläche sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt. Die Basisdaten zur Mobilfunkversorgung auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen werden im Dashboard www.mobilfunk.nrw auf Basis der Daten des Mobilfunkmonitorings der Bundesnetzagentur halbjährlich aktualisiert.

Im Kreis Viersen liegt die aktuelle Flächenversorgung bei 97,1% für 4G und 96,4% für 5G. Der Anteil an grauen Flecken beträgt 4,4%, der Anteil an weißen Flecken 2,8%. Dies betrifft vor allem Gebiete im Westen des Kreises in Richtung Bundesgrenze. Hier hat der Kreis als Maßnahmen bereits zwei Förderprojekte für Mobilfunkmasten initiiert.

Landrat Bennet Gielen: „Als Kreis Viersen ist uns die Sicht auf die tatsächliche Mobilfunkversorgung vor Ort sehr wichtig. Hierzu haben wir bereits eine Befahrung zur Messung der Mobilfunkversorgung durchführen lassen und sind im intensiven Austausch, um mit den Mobilfunknetzbetreibern festgestellte Lücken zu schließen. Die Mobilfunkmesswoche gibt uns die Gelegenheit, unsere Messergebnisse um zusätzliche, aktuelle Daten zu ergänzen. Daher möchte ich die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises eindringlich bitten, sich an der Aktion zu beteiligen. Sie helfen uns dabei, uns in der Mobilfunkversorgung noch besser aufzustellen.“

Mehr zur Mobilfunkmesswoche NRW unter www.check-dein-netz.de.