Futter für unsere Bienen Kaugummiautomat wird zum Bienenretter

Dülken · Der 20. Mai ist Weltbienentag - ein wichtiger Tag für Biene und Mensch. In Dülken gibt es eine Möglichkeit, den Bienen etwas zurückzugeben und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun: den Bienenfutterautomat.

Der Bienenfutterautomat steht am Kampweg 35.

Foto: Udo Barchanowitz

Der Weltbienentag – ein Ehrentag für die Kleinen, die so Großes leisten. In steht ein ehemaliger Kaugummi-Automat, der Bienen rettet: der gelbe Bienenfutter-Automat Kampweg 35 wird betrieben von Udo Barchanowitz. Hier können Passanten für 50 Cent eine Kapsel mit regional angepasstem Samen ziehen und eine bienenfreundliche Blühmischung aus Wild- und Kulturpflanzen für den eigenen Garten oder Balkonkasten erhalten.

Die Blühmischungen aus dem Bienenfutterautomaten sollen dazu beitragen, die Nahrungsvielfalt für Insekten in Dülken zu erhöhen. „Seit Juni 2025 hängt der gelbe Automat bei uns und lockt zahlreiche Bienenfreunde an", erzählt Udo Barchanowitz. Der Automat ist Teil eines bundesweiten Bienenfutterautomaten-Netzwerks aus über hunderten Standorten, die von Vereinen, Schulen, Kommunen, Unternehmen oder engagierten Privatpersonen betrieben werden. Der Weltbienentag wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um auf die elementare Rolle der Biene für die Menschheit aufmerksam zu machen. „Ohne ihre Bestäubungsleistung würde es bald ziemlich trist in unseren Supermärkten aussehen – immerhin hängt ein Drittel unserer Nahrung von den pelzigen Brummern ab", betont Udo Barchanowitz.

80 Prozent der heimischen Kultur- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt, einschließlich der Wildbienen, die zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen. „Die Qualität der Bestäubungsleistung der Wildbienen ist meist sogar höher als die der Honigbienen“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Frankfurter Bienenretter-Initiative. Allerdings fehlt es vielerorts an Nahrungsquellen und Nistplätzen für die summenden Freunde. „Wir können seit über einem Jahrzehnt ein weltweites Bienensterben beobachten“, bedauert Bourgeois. Doch es gibt Hoffnung: Seit Projektbeginn 2019 haben kleine und große Bienenfans eine Fläche von über 1 Million Quadratmetern mit Bienenfutter in ganz Deutschland aufblühen lassen. Vom Verkauf jeder Kapsel aus dem Bienenfutterautomaten Kampweg 35 geht ein Förderbeitrag an die Bienenretter Bildungsarbeit in Kitas und Schulen.