Veränderte Marktlage in Meerbusch Bürger-Brief zum Netzausbau

Meerbusch · Rund 22 000 Meerbuscher Haushalte bekommen in diesen Tagen Post aus dem Rathaus: Diesmal gibt es aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung zur weiteren Entwicklung des Glasfasernetzausbaus im Stadtgebiet.

 Der Glasfaserausbau in Meerbusch  wird nun auch von der Deutschen Telekom vorangetrieben.

Der Glasfaserausbau in Meerbusch  wird nun auch von der Deutschen Telekom vorangetrieben.

Foto: pixabay

„Die Wünsche aus Wirtschaft und Bürgerschaft nach schnellen, leistungsfähigen Glasfaserverbindungen mehren sich natürlich auch bei uns“, so Bürgermeister Christian Bommers. „Für viele Menschen gehört eine leistungsfähige Internetverbindung heute ebenso zur Grundversorgung wie beispielsweise ein stabiler Stromanschluss. Das ist normal, gerade auch in Zeiten von Home-Office, Streaming und Video-Konferenzen.“ Wann, wo und in welchem Umfang das Netz ausgebaut werde, liege allerdings nicht im Ermessen der Stadt, sondern werde von den Versorgern selbst wirtschaftlich und strategisch entschieden. „Deshalb lege ich Wert darauf, dass die Öffentlichkeit objektiv über den Stand der Dinge informiert ist und weiß, welcher Versorger in Meerbusch aktiv werden möchte“, sagt Bommers.

Der aktuelle Anlass des neuen Bürgerbriefs: Die Marktlage in Meerbusch hat sich verändert. Denn nach der Deutschen Glasfaser hat sich inzwischen auch die Deutsche Telekom entschlossen, nicht – wie ursprünglich geplant – nur den größten Stadtteil Büderich mit rund 6 700 Haushalten ans Netz zu bringen, sondern alle anderen Stadtteile auch. Gedacht ist seitens der Telekom jetzt an rund je 5 100 Haushalte in Osterath und Lank-Latum (Baustart Dezember 2022 beziehungsweise 2. Quartal 2023), 3 600 Haushalte in Strümp (Start 2. Quartal 2023), 1 450 Haushalte in den Rheingemeinden (Start 2. Quartal 2023) und 900 in Bösinghoven (Start 1. Quartal 2023).

„Als wir im Frühjahr 2021 den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen haben, war noch nicht absehbar, dass sich auch die Telekom über Büderich hinaus engagieren würde. Jetzt stehen beide Anbieter stadtweit im Wettbewerb“, so Bommers. Die Entscheidung für den einen oder den anderen treffe selbstverständlich jeder Kunde und jede Kundin selbst. „Als Stadt können wir nur unverbindlich informieren, was sich gerade am Markt tut.“

Allgemeine Informationen zum Glasfaserausbau in Meerbusch sind laufend aktualisiert auf der Internetseite der Stadt (www.meerbusch.de) unter dem Suchbegriff „Breitbandausbau“ hinterlegt. Interessierte, die einen Anschluss der Telekom vorziehen, können sich im nächsten Telekom-Shop oder unter www.telekom.de/glasfaser-meerbusch registrieren lassen. Informationen zum Glasfaserausbau der Telekom gibt es im Competence-Center an der Dorfstraße 26 in Büderich (Telefon 02132/75 807 27).