Modernisierung der Zentralbibliothek Auf dem Weg in die Zukunft

Mönchengladbach · Als eines der zentralen Projekte des Städte­bauförderprogramms Soziale Stadt Gladbach & Westend wird die Stadtbibliothek im Carl-Brandts-Haus bis 2022 zur Zentralbibliothek der Zukunft zb+ modernisiert und erweitert. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Baustart gab es nun eine Baustellenbesichtigung mit vielen Projektbeteiligten.

Beigeordneter Dr. Gert Fischer, Leiterin der Stadtbibliothek Brigitte Behrendt, Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin und der Projektleiter der GMMG Holger Janke (v.l.) bei der Baustellenbesichtigung.

Beigeordneter Dr. Gert Fischer, Leiterin der Stadtbibliothek Brigitte Behrendt, Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin und der Projektleiter der GMMG Holger Janke (v.l.) bei der Baustellenbesichtigung.

Foto: Stadt MG

Noch ist für den Laien kaum vorstellbar, dass in dem Gebäude Ende nächsten Jahres nicht nur wieder reger Bibliotheksbetrieb herrschen soll, sondern es auch als „hybrider Lernort, innovativer Vernetzungsraum, (inter)kultureller Treffpunkt“, wie es im Konzept zur Zentralbibliothek der Zukunft zb+ heißt, ein lebendiger Begegnungsort im Quartier sein soll. Denn zunächst wurde hier abgebrochen und entkernt. Wobei das unter Denkmalschutz stehende Gebäude auch in den Grundzügen erhalten bleibt und um Elemente wie einen Tiefhof an der Blücherstraße ergänzt wird. Für alle Beteiligten, wie Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin und den Beigeordneten Dr. Gert Fischer, ist klar, dies wird wirklich ein besonderer Ort, der weit mehr sein wird als eine Bibliothek.

Dazu soll neben den baulichen Gegebenheiten auch die Ausstattung beitragen, die sich wiederum in ein besonderes Konzept einfügen werde, heißt es von den Verantwortlichen. Hier seien nicht nur Medien nach bestimmten Kategorien sortiert, sondern es werde die Möglichkeit geben, ganze Erlebnisbereiche zu entdecken. Etwa ist es dann zum Beispiel nicht mehr nur möglich, Musik zu hören oder etwas darüber zu lesen, sondern man kann sich sogar selbst am E-Piano ausprobieren. Oder man taucht nach dem Blick in die Reiselektüre mit der VR-Brille direkt digital ab in die Weite des Ozeans. Während es sonst in Bibliotheken oft heißt „Ruhe bitte“, soll es hier sowohl innerhalb des Gebäudes als auch außerhalb Möglichkeiten zum Austausch und gemeinsamen Entdecken geben.

Bis das möglich ist, ist zwar auf der Baustelle noch einiges zu tun, bisher verläuft aber alles nach Plan. So ist unter anderem schon zu erkennen, wo die Pfeiler stehen, die eine Brücke über den Tiefhof stützen werden. Alle Abbrucharbeiten sind auch soweit erledigt, so dass es nun mit dem Wiederaufbau und ergänzenden Neubaumaßnahmen weitergehen kann. Ende 2022 soll dann alles fertig sein.

Die Zentralbibliothek ist die wichtigste Maßnahme im Städtebauförderprogramm Soziale Stadt Gladbach und Westend und für den Fördergeber von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des gesamten Innenstadt-Quartiers. Die Publikumsfläche wird von heute circa 1 500 Quadratmetern auf 3 000 Quadratmeter verdoppelt werden.

Die Zuwendungshöhe für das Projekt beträgt rund 16,38 Millionen Euro.