VHS-Schreibwettbewerb 40 Hobby-Literaten machen mit

Meerbusch · Ende Januar hat die Volkshochschule Meerbusch mit Unterstützung des Meerbuscher Kulturkreises (MKK) zur Teilnahme am ersten Väterchen-Frost-Schreibwettbewerb aufgerufen. Und stolze 37 Hobby-Literaten aus insgesamt zwölf Städten sind bis zum Abgabetermin am Aschermittwoch begeistert in die Textproduktion eingestiegen.

 Die VHS Meerbusch hat mit Unterstützung des Meerbuscher Kulturkreises Ende Januar zum Schreibwettbewerb aufgerufen.

Die VHS Meerbusch hat mit Unterstützung des Meerbuscher Kulturkreises Ende Januar zum Schreibwettbewerb aufgerufen.

Foto: pixabay

17 von ihnen kommen aus Meerbusch. „Wir finden es natürlich großartig, dass neben Städten im nahen Umkreis wie Düsseldorf (7 Teilnehmende), Krefeld, Neuss, Willich oder Kaarst auch Essen, Köln und Zweibrücken mit dabei sind“, sagt VHS-Leiterin und Wettbewerbs-Organisatorin Béatrice Delassalle-Wischert. Aufgabe der Mitwirkenden war es, einen vorgegebenen Einleitungstext, der sich über die Figur des im westlichen Ural lebenden Bären Mischka mit dem Thema Angst auseinandersetzt, auf originelle Weise fort- und zu Ende zu schreiben. Angesprochen fühlten sich Hobby-Schreiber im Alter von 13 bis 96 Jahren, wobei das weibliche Geschlecht mit 29 Autorinnen dominierte. Insgesamt starteten fünf Teilnehmende in der Gruppe „School“, 16 Teilnehmende jeweils in den Startklassen „Erwachsene“ und „Senioren 65+“. Zusätzlich wurden zwei Texte von zwei Meerbuscher Autorinnen außer Konkurrenz eingereicht. Ein Teilnehmender reichte zwei Texte ein.

„Grundidee war es auch, die Zeit des harten Lockdowns sinnvoll zu nutzen und den Zuhausebleibenden eine Plattform zu bieten, auf der sie sich mit dem aktuellen Problem „Angst“ auseinandersetzen und Abwechslung finden können“, sagt Heribert Schween vom MKK, der das Projekt finanziell unterstützt. Ein Angebot, wofür sich die 81-jährige Renate Welk aus Neuss bedankt: „Es hat Spaß gemacht, mal in den winterlichen Ural zu reisen“. Die älteste Wettbewerbsteilnehmerin aus Osterath, Hedi Heilbronn, berichtet: „Jetzt, wo wir alle zuhause sind und die Angst vor Corona schon ein großes Thema ist, habe ich mich durch die Geschichte sehr angesprochen gefühlt“. Allein schon beim Einpflegen der Texte sei es beeindruckend gewesen, welche Vielfalt an unterschiedlichen Ideen zusammengekommen sei und wie viel Mühe sich die Autoren auch bei der Vor-Ort-Recherche gegeben hätten, betont die VHS-Leiterin. So sei es einigen sogar aufgefallen, dass die im Ausgangstext benannte Stadt Perm nicht zufällig gewählt worden sei, sondern weil der dort stehende Bronze-Bär das Symbol dieser Region sei und jedem Glück bringe, der dessen Nase reibt.

Die Texte seien von den Wettbewerbs-Mitstreitern mit viel Charme konzipiert und mit noch mehr Feingefühl eindringlich erzählt worden, sodass auf die vierköpfige Jury jetzt eine schwierige Aufgabe zukomme. Beurteilt werden die Texte von der Meerbuscher Künstlerin und Autorin Eri Krippner, der Meerbuscher Autorin und erfahrenen Jurorin zahlreicher Schreibwettbewerbe Astrid Krömer, dem Münchner Journalist und Reporter Horst Engelbach sowie VHS-Leiterin und Buchautorin Béatrice Delassalle-Wischert. Nach dem Ermessen der Jury werden ausgewählte Texte Ende April in einer Sammlung veröffentlicht, die die Meerbuscher Künstlerin Barbara Wylon illustrieren wird, die bereits das ansprechende Konterfei Mischkas für das Werbeplakat entworfen hat.