40 Ehrenamtliche gibt es gegenwärtig in der Hospizbewegung Meerbusch. Sie begleiten sterbende Menschen im häuslichen Bereich oder in einer Pflegeeinrichtung, unterstützen An- und Zugehörige, helfen bei Veranstaltungen, betreuen Informationsstände oder engagieren sich im Rahmen von Trauerangeboten. „Es ist ein aktives Ehrenamt, das sich nicht in der Begleitung Betroffener erschöpft, sondern auch für die Helfer selbst und ihre persönliche Entwicklung immer wieder Angebote bereithält“, sagt Koordinatorin Gesa Branding und weist auch auf die gemeinsamen Unternehmungen der Ehrenamtler hin.
Kommunikationsfähigkeit, Offenheit, Kreativität, Empathie, Verschwiegenheit, Neugierde, Wertschätzung, Geduld und Ausdauer – das sind die Eigenschaften, die Menschen mitbringen sollten, die in der Hospizarbeit tätig werden wollen. „Eine gewisse Stabilität und das Interesse an Menschen braucht es auf jeden Fall, zudem sollten eigene menschliche Verluste mindestens ein Jahr zurückliegen“, so Branding. Interessierte können jederzeit Kontakt zu den beiden Koordinatorinnen Gesa Branding und Ineke Rockhoff aufnehmen. In einem persönlichen Gespräch besteht die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und auch schon mal die Räumlichkeiten der Hospizbewegung in der Necklenbroicher Straße 30 in Augenschein zu nehmen.
In denen findet ab Oktober dann auch das Qualifizierungsseminar statt – insgesamt sind 80 Unterrichtsstunden an vier Wochenenden und acht bis neun weiteren Abenden zu absolvieren. Behandelt werden Themen wie die Hospizidee, Glaube und Spiritualität am Ende des Lebens, Trauer, Haltungsarbeit, palliative Begleitung in Senioreneinrichtungen, Bestattungsformen und der Komplex Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht/Betreuungsvollmacht – um nur einige zu nennen.
Das erfolgreiche Absolvieren des Qualifizierungsseminars ist übrigens auch Voraussetzung für ein Engagement in den weiteren Projekten der Hospizbewegung. Hierunter fallen etwa das Projekt FUkKs (Familien-Unterstützung in krankheitsbedingten Krisensituationen) oder auch die Aktion „Hospiz macht Schule“. „Hierbei handelt es sich um eine Projektwoche, in der sich Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen kreativ mit Themen wie Tod und Krankheit, Trauer und Trost auseinandersetzen“, erklärt Ineke Rockhoff. Das Projekt bedürfe einiges an Vorlaufzeit und werde frühestens im kommenden Jahr starten, so die Koordinatorin. Aktuell suche man aber schon nach Helfern, die gerne mit Kindern in der Schule arbeiten würden.