Trotz schwieriger Bedingungen Sparkasse Krefeld behauptet sich im zweiten Pandemie-Jahr

Krefeld · Die Sparkasse Krefeld blickt auf das zweite Geschäftsjahr in Folge zurück, das von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Niedrigzins-Politik geprägt war.

Der Vorstand der Sparkasse Krefeld, Markus Kirschbaum, Lothar Birnbrich und Siegfried Thomaßen (v.l.), stellte die Jahresbilanz vor.

Der Vorstand der Sparkasse Krefeld, Markus Kirschbaum, Lothar Birnbrich und Siegfried Thomaßen (v.l.), stellte die Jahresbilanz vor.

Foto: Sparkasse Krefeld

Eines wird im Rahmen der Jahresbilanz ganz deutlich: Kundinnen und Kunden wenden sich vermehrt dem Wertpapier-Geschäft zu. „Hier erlebte die Sparkasse Krefeld mit einem Nettomittelzufluss in Höhe von 172 Mio. Euro das bisher stärkste Jahr ihrer Geschichte.“ Vor allem Aktien- und Immobilienfonds stünden dabei im Mittelpunkt des Interesses.

Das private Kreditgeschäft wuchs im vergangenen Jahr weiterhin sehr stark – hauptsächlich getragen von Wohnungsbaukrediten – um 6,8 Prozent oder 187 Mio. Euro. Knapp aufwärts entwickelte sich der Bestand von Krediten an Unternehmen und Selbständige: Diese stiegen um 32 Mio. Euro auf ein Volumen von 2,49 Mrd. Euro.

Mittlerweile investiert die Sparkasse Krefeld selbst direkt in Wohnimmobilien: Am Standort Traar entstehen mit dem Neubau der Filiale 15 barrierefreie Wohneinheiten mit einer vermietbaren Wohnfläche von 1.333 qm inklusive Geothermie- und Solaranlagen. In Niederkrüchten werden 17 barrierefreie Wohneinheiten gebaut, und am Vluyner Platz ist ebenfalls ein Neubau mit sechs Wohneinheiten vorgesehen.

2021 erzielte die Sparkasse Krefeld ein Bilanzsummenwachstum von 871 Mio. Euro auf 10.330 Mio. Euro. Das Geschäftsvolumen legte im gleichen Umfang zu und betrug 10.443 Mio. Euro. Das starke Wachstum der Bilanzsumme sei zu einem großen Teil dem Einsatz von Sonderrefinanzierungsprogrammen der EZB zur Finanzierung des gewerblichen Kreditgeschäftes geschuldet, teilt das Geldinstitut mit. Das wirtschaftliche Ergebnis und damit der Bilanzgewinn der Sparkasse Krefeld sinkt auf 5,1 Mio. Euro: „Das Sparkassengeschäft ist stark zinsbasiert und deshalb von der allgemeinen Zinssituation abhängig. Niedrig- und Negativzinsen haben 2021 unser operatives Geschäftsergebnis belastet.“

Ende 2021 waren bei der Sparkasse Krefeld insgesamt 1.435 Menschen in Voll- oder Teilzeit beschäftigt. Das sind 55 Beschäftigte weniger als im Jahr zuvor.

Eine starke Nachfrage verzeichnet die Sparkasse Krefeld bei den digitalen Angeboten und Dienstleistungen. Die Anzahl an Kundinnen und Kunden, die das Onlinebanking nutzen, stieg um fast 7 Prozent auf rund 160.000. Dennoch sehe man das persönliche und vertrauensvolle Beratungsgespräch als Kern der Geschäftstätigkeit: „Näher dran zu sein ist nicht nur eine Geschäftsidee, es ist unsere Überzeugung.“

Mit großer Sorge sieht man die ungebrochene Bedrohung durch Sprengangriffe auf die Geldautomaten. Allein seit Mitte des Jahres 2021 habe man fünf Sprengungen hinnehmen müssen. Trotz ständig aktualisierter Sicherheitsbemühungen nach den Empfehlungen des Landeskriminalamtes habe man zur Kenntnis nehmen müssen, „dass auch die besten Schutzmaßnahmen die immer brutaler werdenden Angriffe nicht verhindern können“.

Ihr soziales Engagement setzt die Sparkasse Krefeld unvermindert fort: So wurden aus den acht Sparkassenstiftungen 41 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 510.000 Euro gefördert. Aus Spendenmitteln erhielten Vereine und Institutionen rund 382.000 Euro, und 675 Vereine und gemeinnützige Organisationen freuten sich über die Auszahlung von 746.000 Euro aus den PS-Zweckertragsmitteln. Als Sponsor hat die Sparkasse Krefeld viele Aktivitäten mit rund 702.000 Euro unterstützt. Ebenfalls sehr erfolgreich ist die Crowddonating-Plattform: Hier kamen für 136 Projekte über 141.000 Euro zusammen.