Wettbewerb der Unternehmerschaft Niederrhein Junge Forschungstalente gesucht

Krefeld / Kreis Viersen · Der Wettbewerb „Jugend forscht“ soll auf jeden Fall stattfinden – wenn nicht in Präsenz, dann online. Junge Talente können sich jetzt anmelden.

Dr. Ralf Wimmer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, Tim Kuhlbusch, ehemaliger Teilnehmer von Jugend forscht, Dr. Thomas Zöllner, Leiter des Regionalwettbewerbs  Jugend forscht und Ralf Schwartz, Vorsitzender der Unternehmerschaft Niederrhein (v.l.) hoffen auf viele Bewerbungen.

Dr. Ralf Wimmer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, Tim Kuhlbusch, ehemaliger Teilnehmer von Jugend forscht, Dr. Thomas Zöllner, Leiter des Regionalwettbewerbs Jugend forscht und Ralf Schwartz, Vorsitzender der Unternehmerschaft Niederrhein (v.l.) hoffen auf viele Bewerbungen.

Foto: Axel Küppers

Seit inzwischen 27 Jahren richtet die Unternehmerschaft Niederrhein in Kooperation mit Schulen und Unternehmen den Wettbewerb aus, selbst im Pandemie-Winter 2020/21 konnte er in leicht abgespeckter Form stattfinden. „Wir sind stolz darauf, dass wir in jedem Jahr bundesweite Spitzenwerte mit mehr als 200 eingereichten Arbeiten und weit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichen“, sagt Wettbewerbsleiter Dr. Thomas Zöllner. Selbst im vergangenen (Pandemie-)Jahr seien es noch 342 junge Menschen gewesen, die ihre Projekte vorstellten, darunter vier Landessieger und ein Bundessieger.

Dass Krefeld und der Kreis Viersen bei „Jugend forscht“ im Bundesvergleich so gut dastehen, ist dem Engagement der Unternehmerschaft und der engen Zusammenarbeit mit den Schulen und Firmen zu verdanken.

„Der Wettbewerb ist für uns ein Flaggschiff“, betont Ralf Schwartz, Vorsitzender der Unternehmerschaft Niederrhein. Vor 27 Jahren zum 50-jährigen Bestehen der Unternehmerschaft ins Leben gerufen, sei er heute der größte Regionalwettbewerb Deutschlands und diene nicht zuletzt der Nachwuchsförderung. Lebendiger „Beweis“ dieser Förderung ist Tim Kuhlbusch, der in der 6. Klasse am Kempener Luise von Duesberg-Gymnasium am Wettbewerb teilnahm: „Mein damaliges Jugend forscht-Thema, elektronische Komponenten unter extremen Bedingungen zu testen, hat mich nicht mehr losgelassen“, sagt der 24-Jährige, der inzwischen als Physik-Doktorand der RWTH Aachen an der Entwicklung des sogenannten „Einstein-Teleskops“ (Gravitationswellen-Detektor) mitarbeitet.

Eine ungeheuer motivierende Angelegenheit sei dieser Wettbewerb, erklärt Dr. Ralf Wimmer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein und Patenbeauftragter des Regionalwettbewerbs: „Am Ende steht der Preis gar nicht so im Vordergrund. Viele Kinder und Jugendliche nehmen mehrmals teil, und man merkt, wie viel Spaß ihnen das macht, sich selbst ihre Projekte auszusuchen und dann durchzuziehen.“

Zur Zeit läuft die Frist für den Wettbewerb 2022: Bis zum 30. November, 24 Uhr, können Einzel- und Gruppenbeiträge (bis zu drei Teammitglieder) unter www.jugend-forscht.de angemeldet werden. Was dabei zu beachten ist, erfährt man auf der Website. „Wir hoffen, dass wir den Regionalwettbewerb Niederrhein im nächsten Jahr wieder in Präsenz durchführen können“, sagt Dr. Thomas Zöllner. Das Krefelder Seidenweberhaus sei vorsorglich schon für den 8. März geblockt. „Sollte das wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nicht möglich sein, werden wir erneut online an der Erfüllung unseres Ziels arbeiten: Nämlich junge MINT-Talente durch den Wettbewerb zu fördern.“