Ein „Höhepunkt“ der Ferien

Büderich · Das Jugendzentrum Oase bringt sich mit viel Herz für junge Flüchtlinge ein.

Gemeinsam haben Flüchtlinge und deutsche Jugendliche ein paar Tage in den Osterferien verbracht.

Gemeinsam haben Flüchtlinge und deutsche Jugendliche ein paar Tage in den Osterferien verbracht.

Foto: Jugendzentrum Oase

Bereits seit einigen Monaten treffen sich im Büdericher Jugendzentrum Oase regelmäßig dienstags (und manchmal auch donnerstags) Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsschauplätzen dieser Welt. Die Kirchengemeinde St. Mauritius und Heilig Geist wollte für diese Menschen etwas tun. „Die Jugendarbeit der Gemeinde, die Oase und das Junge Netz, haben sich dieser Problematik angenommen und ein regelmäßiges Angebot eingerichtet“, berichtet Hans-Jürgen Barbarino, Leiter Jugendzentrum Oase.

Bereits vom ersten Tag an wurden die offerierten Treffen sehr gut angenommen. Zwischen 20 und 30 Flüchtlinge besuchten die Oase wöchentlich. „Gemeinsames Spielen und Backen waren nur einige, wenige Programmpunkte, die von jugendlichen Helfern unserer Einrichtung umgesetzt worden sind.“

Den „Höhepunkt unserer Bemühungen erlebten wir“ in den Osterferien. „An drei Tagen der zweiten Ferienwoche machten wir gemeinsame Sache mit den Flüchtlingen, wobei uns die unbegleiteten und minderjährigen Mädchen und Jungen besonders am Herzen lagen.“ Sie sollten Kontakt finden zu der Jugend in der Gemeinde.

„Tag eins befasste sich mit unserem christlichen Osterfest. Natürlich haben wir auch gemeinsam Eier bemalt, aber wesentlich war doch die Erklärung unseres Verständnisses von Ostern, einem Teil unserer Kultur.

Nicht immer ganz einfach, bedenkt man die bestehende Sprachbarriere.“

Vieles ging über gebrochenes Englisch oder mit „Händen und Füßen“.

Den zweiten Tag verbrachte die Gruppe in einer Kunstwerkstatt in Tönisvorst, die sich auf das kreative Bemalen von Glas spezialisiert hat. „Hier verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittag, der die beiden Jugendgruppen, deutsche und nichtdeutsche Jugendliche, näher brachte. Wir gestalteten insgesamt 30 bunte Vögel.“ Der Kreativität waren fast keine Grenzen gesetzt. Außer: Es musste ein Vogel sein, da dieses Lebewesen alle Grenzen überwindet. „Das sollte uns als Zeichen und Symbol dienen; vielleicht sogar als Vorbild“, so Barbarino.

Tag drei war voll und ganz dem Spaß gewidmet. „Den erlebten wir im Phantasialand.“ Hierzu muss man nicht viele Worte machen. „Jeder kann sich denken, wie gut dieser Tag angekommen ist. Und wie gut sich die beiden Gruppen näher gekommen sind.“

Überhaupt haben wir nicht nur viel geben, sondern auch sehr viel von den Flüchtlingen erfahren können. „In Gesprächen haben wir sehr viel über ihr bisheriges Leben gelernt. Ihre Wünsche und Vorstellungen von einer Zukunft können wir sehr gut nachvollziehen und wünschen ihnen alles Gute. Wir möchten jedenfalls auch weiterhin mit geflüchteten Personen arbeiten, wobei Jugendliche und junge Erwachsene natürlich in unserem Fokus stehen, da wir eine Jugendeinrichtung sind.“

(StadtSpiegel)