Die hinter uns liegende Hitze- und Trockenperiode hat es alle spüren lassen, und die Klimaexperten rechnen mit weiteren Phasen dieser Art in den kommenden Jahren: Das sich verändernde Klima, vor allem die Hitze wird auch in unseren Breitengraden zu einer echten Herausforderung.
Wie stark – zum Beispiel – begrünte Fassaden einen Unterschied für das „Aufheizen“ von Fassaden und damit von Wohnraum machen können, kann jeder ohne großen Aufwand selbst eindeutig ermitteln. Temperatur-Unterschiede von mehr als 15 Grad sind an heißen Tagen zwischen begrünten und unbegrünten Fassaden keine Seltenheit. Konkretes Beispiel: Mitte August wurden gegen 15 Uhr an einer Westfassade an einem begrünten und an einem unbegrünten Haus ein Temperaturunterschied von 16,6 Grad Celsius gemessen: „Die Messung erfolgte mit einfachsten Mitteln, zeigt jedoch deutlich, wie effektiv Begrünung gegen Hitze hilft, ohne technische Hilfsmittel und ohne weiteren Energiebedarf“, so Udo Hormes vom Team Umwelt und nachhaltige Stadtentwicklung im Geschäftsbereich Stadtplanung.
Dabei hilft Begrünung nicht nur gegen Hitze: sie reduziert nachweisbar auch Staub, erhöht die Luftfeuchte, reduziert reflektierenden Schall und bietet nebenher Tieren Nahrung und Unterschlupf.
Und hier kommt die Stadtverwaltung Willich ins Spiel: Sie stellt Bürgerinnen und Bürgern Kletterpflanzen, konkret dreiblättrigen, wilden Wein, zur Fassadenbegrünung zur Verfügung. Einfach mal testen: Viele Fassaden eigenen sich ohne großen Aufwand für eine unkomplizierte Begrünung; bei Fragen zur Nutzung „öffentlicher Flächen“ bei Fassaden, die vielleicht direkt an die Verkehrsfläche angrenzen, hilft die Stadtverwaltung gerne mit konkreten Auskünften weiter ([email protected] , Telefon 02156 949 382). Dort kann man sich dann auch melden, wenn man einen Obstbaum von der Stadt bekommen möchte: Das Umwelt-Team der Stadt setzt die erfolgreiche Baumaktion der vergangenen Jahre fort und verschenkt 40 Obstbäume, Hoch- und Halbstämme.
Vergeben werden die 40 Bäume und 100 Kletterpflanzen kostenlos an Willicher Bürger – der „Zuschlag“ erfolgt nach dem Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, pflanzt zuerst. Schnell zu sein, lohnt sich also.