Festspiele Festspiele: Spielzeit positiv beendet

Mit den Worten „Wer wagt gewinnt“ begann die Vorsitzende des Festspielvereins, Sabine Mroch, eine anlässlich des Abschlusses der Festspielsaison stattfindende Pressekonferenz. „Wer wagt gewinnt“, sei ihr Motto dieser Spielzeit im Rückblick.

Sind zufrieden mit den Festspielen trotz Corona-Zeiten: Karina Schweizer, Marion Teuber-Helten, Christine Csar, Jan Bodinus, Sabine Mroch, Jutta Saum, Brigitte Schwerdtfeger, Bärbel Blomen (von links).

Sind zufrieden mit den Festspielen trotz Corona-Zeiten: Karina Schweizer, Marion Teuber-Helten, Christine Csar, Jan Bodinus, Sabine Mroch, Jutta Saum, Brigitte Schwerdtfeger, Bärbel Blomen (von links).

Foto: Stadt Willich

„Der Mut hat sich gelohnt. Wir haben alles gespielt, was wir geplant hatten. Die zwei Hauptstücke, das Familienstück und neun unterschiedliche Aufführungen im Ratssaal, dazu gab es die Gartenlesung und Kindertheater auf dem Schulhof in Anrath. Über 13.000 Zuschauer besuchten die Festspiele in diesem Jahr – in guten Jahren sind es um die 27.000 Zuschauer. Alle hatten durch die besonderen Bedingungen dieses Jahr sehr viel mehr Arbeit. Wir mussten durch die Corona-Krise tief in die Rücklagen des Vereins greifen, sind aber nicht insolvent“, erklärt die Vorsitzende des Festspielvereins.  

Ihren Dank für die trotz der Umstände erfolgreiche Saison richtet sie an das ganze Team, unter anderem an Jan Bodinus, den langjährigen Intendanten der Schlossfestspiele. Besonderen Dank dafür „...wie er diese Krise gemeistert hat“ und auch für die Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ unter seiner Regie. „So ein Geniestreich auf der Bühne, macht mich ganz glücklich. Ich bin und war hingerissen“, schwärmt Mroch. Dem stimmte die in der Stadt Willich für Kultur zuständige Dezernentin Brigitte Schwertfeger zu und ergänzt: „Alle Aufführungen waren fantastisch“. Intendant Bodinus ist stolz darauf, dass „...trotz der Umstände und trotz des Wetters so viele Zuschauer gekommen sind“ die das Ensemble in diesem Jahr besonders oft mit Standing Ovations für ihre Mühe belohnt haben. Viel Arbeit sei es für alle gewesen aber „...in der Krise wächst man viel stärker und schneller zusammen.“ Das Team war aber sehr froh, dass die Festspiele stattfinden konnten und wieder vor Publikum gespielt werden durfte. Bei einer Absage der Festspiele wie in 2020 hätten allein den 35 festen Mitarbeitern ein Drittel ihrer Jahreseinnahmen gefehlt. Das Ensemble von 16 bis 18 Schauspielern sei in dieser besonderen Spielzeit „...so spielhungrig gewesen, es wurde jeden Abend besser“. „Es war eine tolle Saison, trotz aller Widrigkeiten“, so das Fazit des Intendanten zur Spielzeit. Insgesamt kamen über 13.000 Zuschauer, davon besuchten 4.200 Zuschauer „Dr. Dolittle und seine Tiere“, 4.000 Zuschauer „Floh im Ohr“ und 3.700 Zuschauer „Ein Sommernachtstraum“. Sämtliche Veranstaltungen waren nahezu immer ausverkauft, es gab eine fast 90-prozentige Platzauslastung. Es wurden um die 226.000 Euro eingenommen, sonst sind es fast doppelt so viel. Wirtschaftlich gesehen bedeutete die Corona-Krise einen großen Verlust für den Verein. Die Verantwortlichen sind froh die Unterstützung der Stadt zu haben, die die Festspiele nicht hätten hängen lassen. Große Förderprogramme wegen der Corona-Auswirkungen hätte man für diese Spielzeit bisher nicht in Anspruch nehmen können, für das letzte Jahr habe es keine Ausfallentschädigung gegeben. „Der finanzielle Rahmen lässt nicht nochmal so ein Spieljahr wie 2021 zu“, stellt Bodinus fest. Er glaube und hoffe aber auch, dass es durch den Impffortschritt künftig keine weiteren Ausfälle mehr geben wird.

Nun laufen bereits die Vorbereitungen auf die nächste Saison, für die Jan Bodinus schon jetzt „ein tolles Programm“ verspricht, dass dann Mitte November bekanntgeben wird. Für die kommende Festspielzeit wird zudem jetzt die Anschaffung neuer Scheinwerfer geplant, da die alten dringend ersetzt werden müssen.