„Gefahrenabwehr, Zivil- und Katastrophenschutz betreffen uns alle. Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen nicht nur zu erklären, wie unsere Einsatz- und Hilfsorganisationen arbeiten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, vieles selbst auszuprobieren“, sagt Thomas Dückers, Beigeordneter für Ordnung und Sicherheit der Stadt Viersen. „Der Blaulichttag verbindet Wissen mit praktischer Erfahrung und zeigt zugleich, wie viele Menschen und Organisationen in unserer Stadt gemeinsam für Sicherheit sorgen.“
Der Blaulichttag geht auf einen politischen Auftrag zurück, Schülerinnen und Schüler stärker an die Arbeit der Blaulichtorganisationen sowie an die Themen Gefahrenabwehr, Zivil- und Katastrophenschutz heranzuführen. Für die erste Veranstaltung hatten sich vier weiterführende Schulen angemeldet.
Die Jugendlichen besuchten die Festhalle in drei Zeitfenstern. In Gruppen durchliefen sie im Wechsel die verschiedenen Stationen. Dabei blieb es nicht bei theoretischen Informationen: Die Schülerinnen und Schüler konnten unter anderem die stabile Seitenlage und die Wundversorgung üben, lebensrettende Maßnahmen kennenlernen, mit einem Feuerlöschtrainer arbeiten und den Umgang mit einem Strahlrohr ausprobieren. Weitere Stationen beschäftigten sich mit der Spurensicherung und einem Belastungsparcours der Polizei, der Menschenrettung, der Schutzkleidung der Feuerwehr sowie der technischen Hilfe des THW. Auch die Frage, in welchen Situationen ein Notruf über die 112 erforderlich ist, gehörte zum Programm.
„Unser Ziel war es, möglichst viele unterschiedliche Aufgaben in einem kompakten Format erlebbar zu machen“, sagt Feuerwehrchef Frank Kersbaum. „Wer selbst einmal ein Strahlrohr in der Hand hält, eine Wiederbelebung übt oder eine Person aus einer angenommenen Gefahrensituation retten muss, bekommt einen ganz anderen Eindruck davon, was im Einsatz erforderlich ist. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen, was sie selbst in einer Notsituation tun können. Angesichts der veränderten Sicherheitslage müssen wir uns zudem wieder verstärkt mit dem Zivilschutz und der Frage beschäftigen, wie wir uns auf unterschiedliche Krisen- und Gefahrenlagen vorbereiten.“
Rund 80 Helfende der beteiligten Organisationen waren beim Blaulichttag im Einsatz. Jede Gruppe wurde während ihres Besuchs von einem Mitglied der Feuerwehr Viersen begleitet. An den einzelnen Stationen erklärten Einsatzkräfte ihre Aufgaben, gaben Hilfestellungen und begleiteten die Jugendlichen bei den praktischen Übungen. Vor der Festhalle konnten die Schüler außerdem verschiedene Einsatzfahrzeuge und Geräte aus der Nähe kennenlernen. Gezeigt wurden unter anderem ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehr, ein Rettungswagen des DRK, ein Streifenwagen der Polizei und ein Bagger des THW.