Renommierte Autoren präsentieren ihre neuen Bücher, sprechen über gesellschaftliche relevante Themen und laden das Publikum zum Nachdenken und Diskutieren ein – vom 4. bis 16. Oktober dreht sich bei den Nettetaler Literaturtagen wieder alles um Bücher, Geschichten und besondere Begegnungen.
Die Nettetaler Literaturtage finde bereits zum 15. Mal statt und bieten ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt macht am Sonntag, 4. Oktober, in der Alten Fabrik in Kaldenkirchen ein ganz besonderer Gast: Der vielfach ausgezeichnete Wiener Schriftsteller Robert Menasse kommt nach Nettetal und liest aus seinem neuen Buch „Die Lebensentscheidung“. Moderiert wird der Abend von Lothar Schröder. Im Jahr 2017 erhielt Robert Menasse den Deutschen Buchpreis für seinen Roman „Die Hauptstadt“. Auch sein neuer Roman führt die Leser nach Brüssel. Dort arbeitet Franz Fiala bei der Europäischen Union und trifft eine Lebensentscheidung: Er wirft seinen Job hin.
Am Dienstag, 6. Oktober, geht es im Theater unterm Dach in Lobberich mit der Schriftstellerin Pascale Hugues weiter. In ihrem Roman „So voller Leben“ begibt sich die Autorin auf die Spuren ihrer Mutter.
Yvette wird 1929 in Colmar geboren. Ihr Leben pendelt fortan zwischen zwei Polen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche wechselt sie die Nationalität und auch ihren Namen. Ihr Leben wird ein Spiegel ihrer Krankheit – eine bipolare Störung. Pascale Hugues ist Journalistin und Bestsellerautorin, die mit ihrem Debütroman „Marthe & Mathilde“ bekannt wurde.
Einen völlig anderen Blick auf die Welt eröffnet am Mittwoch, 7. Oktober, Jakob Schwerdtfeger in der Alten Fabrik in Kaldenkirchen. Der Stand-Up-Comedian hat mit „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“ ein ebenso kenntnisreiches, wie unterhaltsames Buch über die Kunstgeschichte geschrieben.
Am Freitag, 9. Oktober, stehen im Landcafé Stemmeshof „Wir Freitagsmänner“ von Hans-Gerd Raeth im Mittelpunkt. Raeth erzählt humorvoll und mit viel Menschenkenntnis von Beziehungen, Männerfreundschaften und erwachsenen Kindern. Ein Roman über das Älterwerden, das Leben und die kleinen und großen Herausforderungen, die dabei auf uns warten.
Ein echtes Heimspiel erwartet das Publikum am Samstag, 10. Oktober, in der Biologischen Station Krickenbecker Seen in Hinsbeck. Der in Nettetal aufgewachsene Fabian Grischkat lebt heute in Berlin und arbeitet als Journalist. Er kommentiert die Schlagzeilen des Tages und scheut dabei auch vor schwierigen Themen nicht zurück. Sein Abend bei den Nettetaler Literaturtagen verspricht deshalb nicht nur klare Worte, sondern auch Denkanstöße.
Am Sonntag, 11. Oktober, kehrt im Theater unterm Dach in Lobberich ein echtes Urgestein der Nettetaler Literaturtage zurück: Hans K. Matussek begleitet die Literaturtage seit inzwischen 31 Jahren mit seinen Vorträgen zu Thomas Mann. In diesem Jahr widmet er sich dem großen Roman „Joseph und seine Brüder“. Wer Bücher und das Lesen liebt, darf sich anschließend auf Meike Winnemuth freuen. Sie hat sich einen Sommer lang ganz dem Lesen gewidmet und alles gelesen, was ihr in die Finger kam.
Ein Höhepunkt der 15. Nettetaler Literaturtage wird ohne Zweifel der Abend mit Jan Weiler. In der Kulturaula in Kaldenkirchen präsentiert er seinen druckfrischen Roman „Das Vogelhaus“.
Die letzten beiden Veranstaltungen des Festivals finden in der Stadtbücherei in Breyell statt. Am Donnerstag, 15. Oktober, liest Alena Schröder aus ihrem neuen Roman „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“. Den Schlusspunkt unter die 15. Nettetaler Literaturtage setzt am Freitag, 16. Oktober, Martina Bogdahn. In ihrem neuen Roman „Mirabellentage“ erinnert sich Anna an ein beinahe vergessenes Leben, an den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen und an harte Arbeit.
Karten gibt es online unter www.nettetaler-literaturtage.de, außerdem in Der Buchladen in Kaldenkirchen und der Buchhandlung Matussek in Lobberich.