Auf 255 Seiten gibt es „Erinnerungen an Kindheit, Jugendzeit, Freizeit, Firmengründung sowie mundartliche Beschreibungen über den Alltag“, stellt der Autor sein Werk „Klempners Erzählungen“ vor. Es sind denkwürdige Begebenheiten aus einem bewegten Leben, das der Viersener präsentiert: „Sie haben nur den Anschein erfunden zu sein, sie sind so wahr wie das Leben selbst.“
Peter Nelsen wurde 1950 als Sohn eines Polstermeisters geboren. „1964 gab es viele Möglichkeiten für Schulabgänger, einen Beruf zu erlernen“, berichtet Nelsen. Damals war es so – ganz gegensätzlich zur heutigen Zeit – dass die Handwerksmeister im Dorf Bockert bei den Familien fragten, ob Jugendliche bei ihnen eine Lehre machen wollten.
Nelsen berichtet über Tillmann Bäcker, Bayer-Milchmann und Hüpkes-Hännes, der mit Koks und Kohlen ins Dorf kam. Ganz begeistert war er damals als Kind auch vom „Lompemännke“, den er heute als „Recyclingmanager“ betiteln würde. „Für mich war es immer eine spannende Sache, wenn der Lumpenmann und Schrottsammler in unsere Straße kamen. Schon von weitem hörte man das Gebimmel von „Plaggejöpke“, auch Kleider-Jakob genannt“, schreibt der Viersener.
Der Leser steigt mit ein in die Berufsfindung zur damaligen Zeit, wenn der Autor beschreibt, wie er selbst als 13-Jähriger zu seinem späteren Beruf des Klempners kam. Dabei spielte auch der Abbruch des „Plumps-Klos“ eine Rolle, als die Straße an den Kanal angeschlossen wurde und der „Kleene“ seinem Vater beim Badezimmer-Bau half..Peter Nelsen hat aus 50 Jahren Arbeit und noch mehr Jahren Leben so einiges in seinem Buch zu berichten.
Das Buch ist erhältlich in der Buchhandlung Doetsch, Rathausgasse 3 in Viersen, zum Preis von 22 Euro.