Neue Polizeiserie im Extra-Tipp Sichtbarkeit gibt Sicherheit

Mönchengladbach · Die dunkle Jahreszeit begleitet uns noch eine ganze Weile. Unterwegs, ob zur Schule oder Arbeit, ob mit Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß, heißt es jetzt mehr denn je: genau hinschauen! Im Straßenverkehr gilt es, sich sichtbar für andere zu machen. Worauf man achten sollte, verrät Polizeihauptkommissarin Stefanie Schmidt, Verkehrssicherheitsberaterin bei der Polizei Mönchengladbach, im ersten Teil der neuen Serie rund ums Thema Verkehrssicherheit im Winter.

 Auch Kinderwagen und Rollatoren kann man sichtbarer machen, erklärt Polizeihauptkommissarin Stefanie Schmidt.

Auch Kinderwagen und Rollatoren kann man sichtbarer machen, erklärt Polizeihauptkommissarin Stefanie Schmidt.

Foto: Polizei MG

Durch Sichtbarkeit können viele Unfälle verhindert werden!“, sagt Stefanie Schmidt. „Nur, wenn man auch gesehen wird, können andere reagieren und sich entsprechend verhalten.“

Die Fakten sprechen für sich: In „normaler“ winterlich-dunkler Straßenkleidung wird man gerade mal auf 25 Metern gesehen. „Bei einer normalen Bremsung reicht dies nicht aus, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen“, erklärt die Polizeihauptkommissarin. „Und selbst bei heller Kleidung sieht dies kaum besser aus. Die Sichtbarkeit liegt gerade mal bei 40 Metern. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Unfall kommt, ist immer noch sehr hoch!“

Aber wie macht man sich sichtbar? Gut, vielleicht nicht von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet auf die Straße gehen... Aber es möchte auch nicht jeder mit einer gelben Warnweste herumlaufen!

Stefanie Schmidt empfiehlt retroreflektierende Materialien. „Damit wird man auf bis zu 140 Metern, also etwa von Tor zu Tor in einem Stadion, gesehen – genug Zeit für andere Verkehrsteilnehmer, zu reagieren!“

Reflektierende Materialien – vom selbstklebenden Reflektorband über „Katzenaugen“ und reflektierende Armbänder bis zur Leuchtweste (auch für Hunde) – gibt es in vielen Farben und Formen im Handel.

Gerade für Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, gilt: Je mehr leuchtende und retroreflektierende Accessoires, desto besser! „Kinder haben schon aufgrund ihrer Größe einen Nachteil und können deshalb schnell übersehen werden“, warnt Stefanie Schmidt.

Was leider auch viele noch nicht auf dem Schirm haben: Rollatoren und Kinderwagen kann man ebenfalls mit Reflektoren sichtbarer machen. Dazu einfach retroreflektierende Bänder etc. befestigen!

Soweit zu den Fußgängern. Das Wichtigste für Radfahrer, so die Polizeihauptkommissarin: „Kontrollieren Sie, ob Ihr Fahrrad verkehrssicher ist und die vorgeschriebenen Reflektoren vorhanden sind! Und schalten Sie immer die Beleuchtung ein!“

Für Autofahrer gilt vor allem zu beachten, dass die Sicht- und Straßenverhältnisse aufgrund von Laub, Nässe oder Glätte, mangelnder Straßenbeleuchtung, Regen, Schnee oder Nebel oft stark beeinträchtigt sind. Darum Schmidts Warnung: „Fahren Sie den Verhältnissen angepasst!“ Im Einzelnen bedeutet das: Das Licht immer einschalten und regelmäßig prüfen, ob es voll funktionsfähig ist. Ausreichend Abstand halten. Im Straßenverkehr grundsätzlich auf sich selbst verlassen und mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen. Und: Rücksicht auf die schwächeren Teilnehmer am Straßenverkehr nehmen.

Fragen zum Thema können an

Stefanie01.Schmidt@polizei.nrw.de geschickt werden. Die zweite Folge der dreiteiligen Serie lesen Sie am 29. Januar.