Kreis Viersen Erster Affenpockenfall registriert

Kreis Viersen · Das Gesundheitsamt des Kreises Viersen hat erstmals eine Infektion mit dem Affenpockenvirus registriert. Der Kreis gibt nicht bekannt, in welchem Ort die infizierte Person lebt.

 Eine Infektion gilt erst dann als gesichert, wenn sie mittels Laboranalyse nachgewiesen ist.

Eine Infektion gilt erst dann als gesichert, wenn sie mittels Laboranalyse nachgewiesen ist.

Foto: Pixabay/Jarmoluk

Man sei mit der Person und deren Kontaktpersonen im engen Austausch, teilt die Pressestelle des Kreises mit. Die Kontaktpersonen leben sowohl im Kreis Viersen als auch in anderen Zuständigkeitsgebieten und hatten unterschiedlich engen Kontakt zur infizierten Person: „Die jeweils zuständigen Gesundheitsämter wurden ebenfalls informiert.“

Gemäß den Vorgaben des Robert Koch-Institutes habe sich die infizierte Person im häuslichen Umfeld isoliert, so der Kreis weiter. Die Kontaktpersonen seien ebenfalls über die Vorgaben zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen und eine eventuell in Frage kommende Impfung informiert worden „Alle Kontaktpersonen konnten erreicht werden“, so Dr. Barbara Nieters, Leiterin des Gesundheitsamtes Viersen. „Wir stehen zu der infizierten Person und zu allen Kontaktpersonen im Kreisgebiet im täglichen Austausch, sodass wir auf Veränderung der Situation sofort reagieren können.“

Eine Infektion macht sich nach Angaben des Robert Koch-Institutes durch typische, teils sehr schmerzhafte Pusteln bemerkbar, die sich in der Regel auf Gesicht, Handflächen und Fußsohlen konzentrieren. Oft, aber nicht immer, hätten Infizierte auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber und Kopfschmerzen.

Affenpocken werden laut RKI hauptsächlich über Hautkontakt übertragen. Doch auch belastete Oberflächen kommen als Übertragungsweg in Frage: „Auch über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr, die durch den Kontakt mit einer infizierten Person mit dem Virus kontaminiert wurden, können andere sich infizieren.“ In der Konsequenz muss man daher von einer Infektionsgefahr zum Beispiel auf öffentlichen Toiletten ausgehen: Hier könnten Oberflächen, die direkt mit der Haut in Berührung kommen (Toilettensitze, Türklinken, Wasserhähne) das Virus übertragen. Infizierte sind ansteckend, solange sie Symptome haben, in der Regel zwei bis vier Wochen lang.