Ein Leuchtzeichen gegen Gewalt an Frauen

Meerbusch · Der SI-Club Meerbusch und der Einzelhandel setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Ab dem 25. November soll es in Meerbuscher Schaufenstern 16 Tage lang orange leuchten – genau wie in vielen anderen Orten in über 70 Ländern der Welt.

Orange Days: Der SI-Club Meerbusch und der Einzelhandel setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Orange Days: Der SI-Club Meerbusch und der Einzelhandel setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Foto: SI-Club

Zu den „Orange Days“ machen Menschen rund um den Globus unter dem Slogan „Orange the World – We stand up for Women” auf Gewalt gegen Frauen und die Verletzung von Menschenrechten von Minderheiten aufmerksam. Der Soroptimist International-Club Meerbusch beteiligt sich auch dieses Jahr wieder und hat 120 LED-Kerzen an Geschäfte in Meerbusch verteilt, die die Stadt in orangefarbenes Licht tauchen sollen – vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. „Das Echo der Einzelhändler war sehr positiv – viele waren sofort dabei. Und auch die Stadt begrüßt die Aktion“, berichtet SI-Club Meerbusch Präsidentin Lisa Günther. „Leider ist das Thema Gewalt aktuell – trotz und gerade wegen Corona. Die Menschen verbringen viel Zeit zu Hause, haben Geldsorgen und es gibt weniger Sozialkontrolle durch Schule, Freunde und Betreuer. Dies alles erhöht die Gefahr, dass es zu häuslicher Gewalt kommt. Schon jetzt wird etwa jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner.“ Informationsmaterial zu den Orange Days liegt in den Geschäften aus und der SI-Club Meerbusch wird auf seiner Facebook-Seite von dieser Aktion und denen anderer Clubs berichten. Zusätzlich planen die Soroptimistinnen am 28. November Stände auf dem Dr. Franz-Schütz-Platz in Büderich und auf dem Alten Schulhof in Lank. „Orangefarbener Mund-Nase-Schutz liegt schon bereit“, so Lisa Günther. „Wir hoffen auf viele interessierte Meerbuscher.“