Die Biene, die ich meine ...

... die heißt Honigbiene! Paul Joachim Pesch ist Vorsitzender des Bienenzuchtverein Odenkirchen 1870. Mit seinen Bienen möchte er in erster Linie einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten.

Paul Joachim Pesch macht es nichts aus, wenn seine Bienen ihn mal stechen.

Paul Joachim Pesch macht es nichts aus, wenn seine Bienen ihn mal stechen.

Foto: Andreas Baum

Wenn ich eine Biene sehe, läuft meine Reaktion fast immer gleich ab: Entweder laufe weg oder ich versteife meinen ganzen Körper. Und so reagieren doch sicher ganz viele Leute – nicht aber Paul Joachim Pesch. Langsam nimmt er die Wabe mit den vielen aufsitzenden Honigbienen aus dem Stock heraus und schlagartig geht das Gesumme los. Gleich vier Mal wird Pesch von den Insekten gestochen – aber das macht ihm schon lange nichts mehr aus. „Es juckt vielleicht ein bisschen, aber wirklich weh tut es nicht. Man gewöhnt sich daran“, so Pesch. Vor 29 Jahren übernahm der Odenkirchener die Bienenstöcke seines Schwiegervaters und trat daraufhin dem Bienenzuchtverein Odenkirchen 1870 bei. Zwei Jahre später wurde er dann auch schon zum Vorsitzenden gewählt und ist bis jetzt in diesem Amt.

Sein Verhältnis zu den Bienen sieht er als Beitrag zum Natur- und Umweltschutz an. „Würde es keine Bienen geben, würden wir Menschen nicht überleben“, erzählt Pesch. Denn die Bestäubungsleistung der Bienen sei für die Früchte das wichtigste: Die Biene brauche den Nektar der Pflanze als Nahrung zum Überleben, die Pflanze brauche einen Bestäuber, um ihren Pollen zu verbreiten und sich so zu vermehren. Wichtig sei einfach, dass umweltbewusst mit den Bienen umgegangen werde, so dass sie weiter leben können, sagt Pesch.

Unterteilt werden die Honigbienen in zwei Gruppen: Die Buckfast Biene und die Keramika-Biene. Peschs Bienen gehören alle zu letzterer Züchtung. Raus aus dem Stock trauen sich die Honigbienen erst bei 10 bis 13 Grad. „Im Winter sind es im Stock bis zu 28 Grad, im Sommer wird es bis zu 36 Grad warm“, erklärt Pesch.

Aber wie lange lebt so eine Biene eigentlich? „Ab Juli werden die Winterbienen erbrütet, im März oder April sterben sie dann ab – durchschnittlich also um die acht Monate“, so Pesch.

Insgesamt muss sich Pesch nicht mehr als drei bis vier Stunden im Jahr mit dem Bienenvolk beschäftigen. Je nach dem wie viel Honig eingetragen wird muss er vielleicht noch zusätzlich drei bis vier Stunden einplanen.

Derzeit besteht der Bienenzuchtverein Odenkirchen 1870 aus 13 Mitgliedern. „Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder“, betont Pesch.

(StadtSpiegel)