Neues Kunstwerk Gefördertes Kunstwerk: Ikarus XL

Viersen · Im Lichtturm der Albert-Vigoleis-Thelen-Stadtbibliothek in Viersen ist seit kurzem ein Kunstwerk zu sehen, das seine Entstehung der städtischen Projektförderung Freie Szene verdankt. Das Gemeinschaftswerk der Kunstschaffenden Renatae Ettl und Emil Schult ist ein überdimensioniertes Mobile mit dem Titel „Ikarus XL“.

Im Lichtturm der Stadtbibliothek Viersen ist seit kurzem das Kunstwerk Ikarus XL zu sehen

Foto: Stadt Viersen

Die Stadt Viersen fördert jährlich Kunstschaffende der Freien Szene in Viersen. Die Förderung beantragen können Menschen, die überwiegend freiberuflich künstlerisch tätig sind. Eine Jury, bestehend aus Bürgermeister, Galerieleitung, Leitung der Kulturabteilung und beratenden Vertretern des Kulturausschusses bewertet die Projektvorschläge und teilt den Fördertopf von jährlich 5000 Euro unter den angenommenen Förderanträgen auf.

Eines der geförderten Kunstprojekte fand jetzt seinen Platz in der Eingangshalle der Stadtbibliothek Viersen. Renatae Ettl und Emil Schult haben ihre Leben der Kunst verschrieben. Sie stammen beide aus Viersen und beschäftigen sich seit 2023 mit der Herstellung von Mobiles. Deren Bauteile sind Engel und Raumschiffe nach Abbildungen von Georg Ettl, sowie Raketen nach Abbildungen von Emil Schult. Die Gebilde verbinden Materialien wie Messing und Edelstahl mit einer Mischung aus buntem Plexiglas. Die Kunststoffbauteile werden per Laser zugeschnitten und anschließend von Hand als Mobile zusammengebaut.

Das Mobile „Ikarus“ ist die erste Arbeit der Reihe „Engel & Raketen“. Diese wurde als Gemeinschaftsprojekt des Ateliers Ettl und des Ateliers Emil Schult limitiert in drei verschiedenen Versionen aufgelegt.

Für die von der Stadt Viersen ausgerufenen Projektförderung Freie Szene stellte das Künstler-Duo Ettl/Schult 2024 das Projekt „Ikarus XL“ vor, eine Großversion des Mobiles „Ikarus“. Die Bewerbung beschrieb, es könne in einer Plexiglas-Edelstahl-Mischung angefertigt werden und in einem Atrium oder einem ähnlich hellen, hohen Raum freihängend platziert werden. Ein kunststoffverarbeitender Betrieb aus Willich bot als Sponsor seine Unterstützung bei der Herstellung einiger Bauteile an. Die Idee überzeugte die Jury der Stadt Viersen und erhielt die Zusage für eine Förderung, soweit sich das Projekt als umsetzbar erweise.

Verschiedene lichtdurchflutete Orte in Viersen wurden in Augenschein genommen und auf ihre Eignung zur Installation des Kunstwerks geprüft. Nach ausgiebiger baulicher und technischer Prüfung fand sich schließlich im Lichtturm der Stadtbibliothek Viersen ein geeigneter Ort, um das Projekt zu verwirklichen.

Seit dem 25. Juni ist „Ikarus XL“ in der Stadtbibliothek Viersen zu sehen. Es ist von allen Stockwerken aus zu betrachten. Öffnungszeiten sind Dienstag von 11 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 11 bis 13:30 Uhr und von 14:30 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 13:30 Uhr sowie an jedem 2. Sonntag des Monats von 12 bis 17 Uhr.

Fast zeitgleich endete Ende Juni die Frist zur Einreichung von Projektvorschlägen für die Förderung der Freien Szene 2026. Weitere Infos zur Förderung Freie Szene unter www.viersen.de.