Fünf Jahre hat es gedauert, bis „Mirrorneuron“ seine Fortsetzung bekommt - und das Warten hat sich gelohnt: Der zweite Teil des Konzeptalbums besticht durch anspruchsvolle Kompositionen und emotional dichte Melodien mit einer Blockflöte in Bestform. Was Volker Kuinke mit seinem Instrument macht, schafft ganz großes Kopfkino. Mal symphonisch, mal rockig-treibend - so hat man Blockflöte vermutlich noch nie gehört. „Ich wüsste zumindest niemanden, der mit der Blockflöte als Leitinstrument auf einem Art-Rock-Album zu hören ist“, sagt Volker Kuinke über das Alleinstellungsmerkmal, das von der Fachpresse und den Fans weltweit (!) bejubelt wird.
Im Gegensatz zum Vorgänger geht „Mirrorneuron 2“ einen weiteren Schritt in Richtung Art- und Progressive Rock, ohne jedoch den filmmusikalischen Touch zu vernachlässigen. Produzent Jens Lueck lässt dominierende Blockflöten in allen Lagen auf klassische und elektrische Gitarren treffen, auf Keyboards, Schlagzeug, Streichinstrumente und den außergewöhnlichen Gesang von Isgaard und Volker Kuinkes Ehefrau Doris Packbiers. Hochkarätige Musiker haben das Projekt wieder unterstützt, die meisten war schon bei Teil 1 an Bord und mussten nicht lange überzeugt werden: So wie die Gitarristen Hannes Arkona und Frank Bornemann, die Kuinke noch von seinem Engagement für die Band „Eloy“ kennt. Oder die langjährigen Weggefährten Jürgen Osuchowski an den akustischen Gitarren, Georg Kresimon am Bass sowie Katja Flintsch und Annika Stolze an den Streichinstrumenten, die abermals mit hohem Aufwand im Overdub-Verfahren einen vollen Streichorchester-Sound simulieren. Neu hinzugekommen ist Bassist Rainer Schneider von „Huxley Would Approve“. Fans von Eloy, Pink Floyd oder Genesis dürften also auf ihre Kosten kommen.
Und was ist mit Leuten, die Blockflöte nicht so mögen? Da gebe es häufig die tollsten Reaktionen, so Kuinke und zitiert stellvertretend jemanden, der eigentlich zur Fraktion „Geh mir weg mit der Blockflöte“ gehörte: „Ich hätte nie gedacht, dass man so etwas Schönes auf der Flöte spielen kann.“
Doch es ist mehr als die Blockflöte, die dieses Album wieder zu etwas Besonderem macht. Auch das literarische Konzept, das von Doris Packbiers stammt, bietet großes Kino. So erzählt „Mirrorneuron 2“ die Geschichte der Künstlichen Intelligenz Kai weiter, die im Vorgängeralbum in der Arktis nach Öl bohrte und aufgrund von Berechnungen zur Nachhaltigkeit ihre Aufgabe und ihr Leben infrage stellte - und bei der Psychotherapeutin Mara landete. Wir treffen die KI Kai und Mara nun wieder und dürfen miterleben, wie sich die beiden auf bemerkenswerte Weise näher kommen - aber die KI an ihre Grenzen stößt, wenn es um echte Emotionen geht.
Und da schließt sich so wundervoll der Bogen zur Musik. Denn bei Syrinx Call ist Musik noch von vorne bis hinten menschengemacht - das hört man, weil man das fühlt!
„Mirrorneuron 2“ von Syrinx Call ist ab sofort im Online-Handel erhältlich. Das Album kann auch im Onlineshop unter www.syrinxcall.com geordert werden.