Kinder in Meerbusch stark machen!

Büderich (sr) · Das mobile Resilienzförderprogramm „Wie kommt der Maulwurf aus dem Loch?“ hatte jetzt seine Auftaktveranstaltung in Meerbusch. Im Büdericher Familienzentrum Fronhof begegneten die Kinder zum ersten Mal den Wiesenfreunden.

Ab 2019 bieten Yvonne Keßel und Katja Stockhausen das Resilienzprogramm auch bilingual für Grundschulen an.

Ab 2019 bieten Yvonne Keßel und Katja Stockhausen das Resilienzprogramm auch bilingual für Grundschulen an.

Foto: sr

„Das Leben ist ein Haufen Glück“, sagt die Handpuppe Schweinchen Schnorki zu den Kindern der Kindertageseinrichtung Fronhof. Schnorki grunzt – die Kinder lachen. In dem Theaterstück „Wie kommt der Maulwurf aus dem Loch?“ werden Kinder von Yvonne Keßel und Katja Stockhausen spielend an das Thema Resilienz herangeführt. Die Kinder machen von Beginn an begeistert mit. Sie singen mit Katze Karla ein Lied und feuern Bär Brummi und einen Jungen beim Boxen an. „Es ist eine frühe psychologische Aufklärung“, sagt Yvonne Keßel, die Leiterin des Programms: „Es geht darum, Lebenskompetenzen zu fördern, die uns in Krisenzeiten stark machen.“ Sie ist selbst Meerbuscherin und freut sich das seit Oktober 2017 laufende Programm nun auch in Meerbusch anbieten zu können. Neben dem Theaterstück, gibt es auch vertiefende Workshops mit den Kindern, aber auch Informationsveranstaltungen für Eltern und Erzieher. Selbstfürsorge für die Fachkräfte spielt auch eine große Rolle. „Wegen des Personalnotstands gibt es in den Kitas einen riesen Bedarf sich mit Resilienz zu beschäftigen“, sagt Yvonne Keßel. Grundlage für die Arbeit sind die sechs Lebenskompetenzen nach dem „BASIC Ph Resilienz-Modell“ des israelischen Psychologen Mooli Lahad. Die verschiedenen Handpuppen vermitteln jeweils eine dieser Kompetenzen, welche die Kinder so besser verknüpfen können. „Die Handpuppen holen die Kinder auf einer anderen Ebene ab“, sagt Yvonne Keßel: „Bei den Workshops wissen die Kinder genau, dass Hase Hopps für soziales Verhalten steht.“

Die Finanzierung des Programms in den schon fast 40 Einrichtungen erfolgt über Förderungen. Den beiden Frauen liegt es am Herzen, dass die Arbeit regional stattfindet. „So wird das Thema durch Austausch oben gehalten“, sagt Yvonne Keßel. Ilse Kremer, die Leiterin des Kindergarten Fronhof ist für die Zusammenarbeit der Kindertagesstätten und hofft, dass eine Durchführung des Resilienzprogramms im kommenden Jahr ermöglicht wird: „Resilienzförderung steht an größter Stelle“, sagt Ilse Kremer.

Ab 2019 bieten Yvonne Keßel und Katja Stockhausen das Resilienzprogramm auch bilingual für Grundschulen an.

(Report Anzeigenblatt)