ANZEIGE Garten-Serie Terrassen neu gestalten

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Außenbereich zum grünen Wohnzimmer. Ein ansprechend gestalteter Boden bildet die Grundlage für das Wohlgefühl. Die Auswahl an geeigneten Materialien ist groß.

Garten-Serie: Terrassen neu gestalten
Foto: Istock

Am Anfang steht die Grundsatzentscheidung: Holz oder Stein? Beide Werkstoffe eignen sich in unterschiedlichen Ausprägungen bestens für die Anwendung im Freien, hier muss einfach der Geschmack entscheiden. Marius Gerber, Vorsitzender des Bezirksverbands Rheinland-Mitte des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW und selbst Inhaber eines Gartenbaubetriebs in Heiligenhaus, beobachtet allerdings zurzeit wieder eine stärkere Nachfrage nach Holzterrassen als in den vergangenen Jahren.

„Holz punktet mit seiner Natürlichkeit, ist ein warmes Produkt, wörtlich ‚fußwarm‘ beim Barfußlaufen, aber auch im übertragenen Sinne“, fasst er zusammen, wogegen Stein eher als „kühl“ wahrgenommen werde – was er aber faktisch nicht unbedingt ist. Beides könne man aber in vielen Stilrichtungen von rustikal bis modern einsetzen.

Erste Wahl für Holzterrassen sind nach wie vor tropische Harthölzer, vor allem Bangkirai, Afrikulu oder Ipe. Sie haben den Vorteil, dass sie von Natur aus durch eingelagerte Öle oder Säuren resistent gegen Schädlinge und Schimmel sind und somit eine lange Haltbarkeit bieten, die etwa zwischen 20 und 30 Jahren liegen kann. Um gerade bei Tropenhölzern die Nachhaltigkeit im Auge zu behalten, empfiehlt Marius Gerber, beim Kauf von Terrassendielen auf das FSC-Siegel für die Einhaltung von strengen Umwelt- und Sozialstandards der Holzproduzenten zu achten. Eine Alternative kann das Nadelholz der Douglasie sein, das allerdings zu den etwas weicheren Hölzern zählt und deshalb schneller unter Verwitterungseinflüssen leidet.

Garten-Serie: Terrassen neu gestalten
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Der besondere Tipp vom Fachmann: „Ein neuer Trend ist die Nutzung von ‚Stauseeholz‘, also Holz von Tropenbäumen, die an ihrem ursprünglichen Standort von einem Stausee überschwemmt wurden und dort seit Langem abgestorben im Wasser stehen, das sie sozusagen konserviert. Das macht das Holz noch einmal deutlich haltbarer und sorgt zudem für eine spannende neue Optik.“ Allerdings hat diese aufwendig gewonnene Variante natürlich einen deutlich höheren Preis als „normale“ Hölzer. Dafür wird aber auch kein neuer Baum gefällt.

Ob Hart- oder Nadelholz: Vor Holzsplittern in nackten Fußsohlen muss man bei einer Holzterrasse keine Angst haben – die Dielen werden glattgehobelt und mit einem Öl oder einer Lasur behandelt, die das Holz vor dem Austrocknen und vor UV-Strahlung schützt. Dieses Ein­ölen sollte man am besten auch einmal pro Jahr wiederholen, um dauerhaft Struktur und Farbe des Holzes zu erhalten und einem Vergrauen vorzubeugen. Außerdem wird von Zeit zu Zeit ein Abschleifen der Dielen vor einer neuen Lasur empfohlen, zum Beispiel bei Beschädigungen durch tiefe Kratzer oder vom Funkenflug des Grills. Vom Hochdruckreiniger sollte man bei einer Holzterrasse die Finger lassen, denn der scharfe Strahl schädigt das Holz, macht es anfälliger für Verwitterung und verkürzt die Lebensdauer erheblich. Bei Flecken wie Fett oder Öl greift man besser zu Schrubber und Seifenlauge, für trockenen Schmutz wie Laub oder Krümel reicht ein Besen.

Riesig ist die Auswahl, entscheidet man sich für einen Steinbelag der Terrasse. Natursteinplatten in unterschiedlichsten Bearbeitungen und Formen von gerade gesägt bis polygonal sind sowohl für moderne als auch rustikale Stilrichtungen einsetzbar. Ebenso verhält es sich mit Kleinpflaster aus Natursteinen. Wie der Name schon sagt, bieten beide eine sehr natürliche Optik und sind sehr dauerhaft, allerdings je nach Material schon einmal etwas anfälliger für Verschmutzungen. Durch eine Beschichtung pflegeleichter und zudem einfach zu verlegen sind Betonsteinpflaster, die es sogar in bunten Farben und ebenfalls in zahlreichen Formen gibt, auch in zurzeit angesagten Großformaten. Eine große Nachfrage verzeichnet Marius Gerber auch nach Feinsteinzeug, also Keramikplatten, die ähnlich wie Fliesen auf einen glatten Betonuntergrund aufgebracht werden. Auch hier locken viele Farben und Muster, dazu ist die glatte, hart gebrannte Oberfläche äußerst pflegeleicht und dauerhaft. Zu beachten: Das dünne Material erhitzt sich stark, wäre also zum Beispiel auf einer Terrasse mit starker Sonneneinstrahlung im Sommer viel zu heiß zum Barfußlaufen.

So wie alle Steinmaterialien ist auch Feinsteinzeug zudem anfällig für Algenbewuchs, was bei Nässe zu einer höheren Rutschgefahr als bei Beton- oder Natursteinen führen kann. Womit wir bei der Pflege wären, die sich bei Steinen etwas einfacher gestaltet als bei Holz, weil hier viel Wasser verwendet werden kann. Gegen Grünbelag helfen natürliche Reinigungsmittel aus dem Fachhandel, bei Fettflecken sollte man wie bei Holz allerdings am besten sofort mit einem neutralen Reiniger tätig werden, da diese Flecken auch in Stein einziehen und unschöne Spuren hinterlassen können.

Der Tipp für alle, die sich so gar nicht entscheiden können: Feinsteinzeug gibt es mittlerweile auch in Holz-Optik mit unterschiedlichen Farben und Maserungen. So vereint man die praktischen Stein-Eigenschaften mit der gewünschten natürlichen Ansicht.

Generell gilt natürlich für jede Terrasse: Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt in seinem Wohnzimmer im Grünen, und dazu trägt bei, wenn es sich in das Gesamtbild von Haus und Garten harmonisch einfügt. Wie anfangs gesagt – hier muss einfach der persönliche Geschmack entscheiden. Auswahl gibt es ja genug.

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