1. Niederrhein

Modernisierung beim Eigenheim: Wertsteigerung und staatliche Förderung

Eigenheim : Wertsteigerung und staatliche Förderung bei Modernisierung

Investitionen sind oft lohnenswert, teilweise offenbart sich der Nutzen der Investition aber erst viele Jahre später.

Auch die Modernisierung eines Eigenheims ist ein Investment, doch wird das Eigenheim selbst genutzt oder auch vermietet, so zeigt sich der Nutzen in mancher Hinsicht direkt: Als Bewohner sind besser gedämmte Wände spürbar, eine neue Heizungsanlage schont das Konto und durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen wird nicht nur das Objekt an sich erhalten, sondern in seiner Wertigkeit gesteigert. Damit die Modernisierung jedoch einen Investitionsnutzen hat und den Wert steigert, sollte sie korrekt durchgeführt werden. Hier gibts Hinweise, auf was es ankommt und auf welche Förderungen Eigenheimbesitzer zurückgreifen können.

Wärmedämmung

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Dies ist eine der wichtigsten Modernisierungsmaßnahmen schlechthin. Ungedämmte oder schlecht gedämmte Häuser verlieren einen Großteil ihrer Heizenergie und somit Wärme ungenutzt durch die Wände und Fenster. Sprichwörtlich darf gesagt werden, dass Eigenheimbesitzer in diesem Fall den Garten heizen, nicht das Wohnzimmer. Im Rahmen einer Modernisierung ist die Wärmedämmung somit unheimlich wichtig und, sollte eine Förderung beansprucht werden, auch vorgeschrieben. Es gibt jedoch wichtige Punkte zu beachten:

  • Fachwissen – kein Haus sollte ohne die Hinzuziehung einer fachlichen Person gedämmt werden. Die eigentlichen Dämmarbeiten lassen sich zwar mitunter in Eigenregie ausführen, doch ist es wichtig zu wissen, welche Dämmung zu diesem einen Haus passt. Wird fehlerhaft gedämmt, kann es zur Schimmelbildung kommen.
  • Welche Arbeiten? – die häufigsten Dämmarbeiten beziehen sich auf die Fassade, das Dach, aber auch die Kellerdecke. Beim Dach ist zu prüfen, ob mit der Dämmung nicht eine neue Eindeckung erfolgen sollte.
  • Fenster nicht vergessen – bei der Fassadendämmung empfiehlt es sich nicht nur, es ist auch sinnvoll, die Fenster mit auszutauschen. Oft erklärt sich dies mit der neuen Wandstärke, die durch die Dämmung entsteht. Bleiben die alten Fenster erhalten, entstehen oft »Schießscharten«, also zurückversetzte Fenster, die den Lichteinfall massiv beeinträchtigen.
  • Förderungen – die Modernisierung hin zum Effizienzhaus und Niedrigenergiehaus wird über die KfW-Bank gefördert. Grundlage ist die Erstellung eines Energiegutachtens, anhand dessen sich die Förderbarkeit und die Beträge berechnen.

Heizungserneuerung

Heizungsanlagen unterliegen den Voraussetzungen aller anderen Geräte. Sind sie alt, sind sie schlichtweg nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Ein Kühlschrank aus den 80er-Jahren mag immer noch seinen Dienst verrichten, doch ist er nicht vergleichbar mit einem aktuellen Modell. Er verbraucht mehr Strom, um überhaupt die gewünschte Leistung zu erbringen, die Möglichkeiten sind stark eingeschränkt. Eine alte Heizungsanlage arbeitet ebenfalls weniger effizient und verbraucht beispielsweise mehr Öl oder Gas, um das Haus auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Selbst der Brenner hat einen höheren Stromverbrauch. Rein aus den dauerhaften Kostengründen empfiehlt es sich, bei der Modernisierung auch eine Heizungserneuerung anzustreben:

  • Erneuerbare Energien – Heizungstypen, die auf erneuerbare Energien setzen, werden gezielt durch das BAFA gefördert. Je nach Heizungstyp und der vorliegenden Situation gibt es verschiedene Förderbeträge.
  • Heizungstypen – besonders nachhaltig sind Heizungen, die wahlweise die Sonnenenergie nutzen oder aber die Umgebungsluft. Wärmepumpen zählen zu den wirksamsten und nachhaltigsten Heizungen, die sich zudem wunderbar mit einer Solaranlage vereinen lassen. Je nach Bedingungen erlaubt das BAFA auch Gasthermen und fördert allgemein Hybridheizungen, sofern diese innerhalb einer festen Frist in eine Heizung des erneuerbaren Typs umgewandelt werden.

Besonders Wärmepumpen werden immer wieder empfohlen. Der benötigte Strom kann selbst erwirtschaftet werden, während die Wärmepumpe mühelos die Heizenergie und das Warmwasser bereitstellen kann.

Finanzierung

Es ist kein Geheimnis, dass eine Modernisierung Geld kostet. Deshalb ist sie zugleich eine Investition, denn der Wert des Hauses und die Wohnqualität werden durch die Maßnahmen gesteigert. Nur sehen sich die wenigsten Hausbesitzer in der Lage, die Arbeiten im gewünschten Umfang aus der eigenen Tasche zu finanzieren. Finanzierungen sind somit notwendig, allerdings erweisen diese sich bei Modernisierungsarbeiten als der kleinste Stolperstein:

  • Modernisierungskredite – es gibt spezielle Kredite für Modernisierungsarbeiten am Eigenheim. Diese Kredite führen nicht zu einer neuen Besicherung im Grundbuch und erfordern wenig Sicherheiten, da sie fest mit diesem Haus verbunden sind. Modernisierungskredite sind jedoch rein zweckgebunden und unterliegen oft der Nachweispflicht, damit neues Geld fließt. Portale wie smava.de zeigen in diesem Zusammenhang attraktive Möglichkeiten zur Verfügung.
  • Kfw-Kredite – auch sie können genutzt werden und bieten günstige Konditionen. Welcher Kredit infrage kommt, erklärt sich durch die gewünschten Arbeiten. Die Voraussetzung ist jedoch oft, dass ein Energieberater mit ins Boot geholt wird. Dieser muss nicht nur die Arbeiten auflisten, sondern schließlich das Projekt abnehmen.
  • Ratenkredite – für kleinere Modernisierungsmaßnahmen können sich auch gewöhnliche Kredite empfehlen. Wichtig ist, genau zu vergleichen, welches Finanzierungsmittel günstig ist und wenig Tücken bereithält. Im Regelfall bietet sich diese Lösung jedoch überwiegend für Nacharbeiten an: Streichen oder Tapezieren nach dem Fensteraustausch, Badmodernisierung etc.

Sämtliche Kredit- und Finanzierungsformen lassen sich mit KfW- und BAFA-Förderungen kombinieren. Inwieweit Anrechnungen der Fördermittel bestehen, muss fallspezifisch geprüft werden. Allerdings sollten Eigenheimbesitzer sich in ihrer Stadt, dem Landkreis oder dem Bundesland informieren, ob es spezielle Förderprogramme in der Region gibt. Regionale Förderungen mögen nur geringe Beträge bieten, doch helfen auch sie dabei, die Modernisierung zu stemmen. Die letzte Fördermöglichkeit kann gar von der EU kommen. Auch sie hat spezielle Programme rund um die Nutzung erneuerbarer Energien.

Modernisierung beim Eigenheim: Wertsteigerung und staatliche Förderung
Foto: Pixabay.com/TBIT

Fazit: Investment in die eigenen vier Wände

Es gibt Investments, auf deren Durchbruch jahrelang gewartet werden muss. Und es gibt Investment, deren Nutzen man am eigenen Leib innerhalb kürzester Zeit spürt. Die Modernisierung des Eigenheims zählt in die zweite Kategorie, denn selbst zum Sommer hin wird eine verbesserte Wärmedämmung spätestens am zweiten Hitzetag in Folge spürbar. Zum verbesserten Komfort kommt jedoch die Einsparung in der Zukunft. Geht weniger Heizenergie verloren, muss weniger geheizt werden, zugleich steigt der Wert der gesamten Immobilie. Mit Modernisierungskrediten, Förderkrediten und weiteren Fördermitteln wird Eigenheimbesitzern deftig unter die Arme gegriffen und sie müssen die Kosten ihres Investments nicht vollständig alleine tragen. Wichtig ist nur, sich gleich einen Fachmann an die Seite zu holen, der nicht nur bezüglich der erforderlichen Maßnahmen berät, sondern der über die verschiedenen Fördermittel und -stellen Bescheid weiß.