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MSV Duisburg - VfB Lübeck: Uwe Schubert statt Gino Lettieri

Nach dem Rauswurf von Gino Lettieri : Schubert: „War nicht so geplant“

Der MSV Duisburg hat Trainer Gino Lettieri nach nur zwei Monaten entlassen. Beim Heimspiel am Sonntag gegen den VfB Lübeck (Anstoß: 13 Uhr) sitzt der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Uwe Schubert auf der Bank.

„Das war nicht so geplant, dass ich hier sitze“, eröffnete Uwe Schubert am Freitag seine erste Pressekonferenz als MSV-Interimstrainer. Sein erster Aufschlag nach der Berufung habe der Mannschaft gegolten, mit Einzel- und Gruppengesprächen. Aber auch für die Vorbereitung auf den Gegner hat er sich Zeit genommen, mit ausgewählten Szenen auf Video, und: „Spiele sehen gehört auch zum Job des NLZ-Leiters“, so Schubert. Es waren jedenfalls lange Abende, seit der MSV am Mittwoch den Rauswurf von Lettieri verkündete.

Lettieri hatte den Trainerposten beim MSV im November 2020 - zum zweiten Mal - übernommen. In dieser Zeit gab es zwei Siege, vier Unentschieden und sechs Niederlagen - weniger als einen Punkt pro Spiel. Die 1:3-Niederlage am Dienstagabend in Zwickau - die dritte in Folge - war auch den Verantwortlichen eine zu viel. Am Mittwochabend hat dann auch noch der heutige Gegner VfB Lübeck mit einem 1:0-Sieg gegen Unterhaching die rote Laterne an den MSV abgegeben.

  • Gino Lettieri
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Die Hauptnachricht hätte diese Woche eigentlich der Ausbau der Partnerschaft mit Capelli sein sollen. Der nämlich hat so die zur Nachlizenzierung fehlende Lücke geschlossen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung hatte Capelli seine Kommanditanteile am MSV Duisburg erhöht, von bisher 10,1 auf jetzt 40,1 Prozent, macht 5,4 Millionen Euro für den MSV. Und davon ist nach Nachlizenzierung und Winterneuzugängen noch genug Geld übrig, um einen weiteren Stürmer zu verpflichten - und den neuen Trainer.

Mit potenziellen Nachfolgern führe man bereits Gespräche, heißt es vom MSV. Bis dahin leitet Nachwuchstrainer Uwe Schubert die Mannschaft. „Wir brauchen 110 Prozent MSV in der Kabine und auf dem Platz“, so Ingo Wald, „Uwe kann das vermitteln.“

Max Jansen ist am Freitag wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen; auf Pepic, Brettschneider, Ademi und Vermeij muss Schubert aber weiterhin verzichten. „Egal wer im Kader steht, es muss eine Einheit auf dem Platz sein“, so Schubert.

Ebenfalls am Sonntag (und vorerst weiterhin) nicht dabei: die Fans. Hunderte von ihnen hatten am Tag nach dem Zwickau-Spiel per Hupkonzert den Rauswurf Lettieris gefordert (und teilweise auch den von Grlic). „Ich hätte mich riesig gefreut, wenn wir unsere Fans am Sonntag dabeigehabt hätten“, sagt Schubert, „ich weiß, was sie ausmachen können und bin mir sicher, dass sie uns positiv unterstützt hätten.“ Ändern kann er es nicht: „Es ist so, wie es ist.“ Aber mal sehen, was er in Sachen Einstellung bei den Zebras ändern kann. „Die Fans brennen darauf, uns punkten zu sehen.“ Sein Wunsch: „Ein ordentliches und erfolgreiches Spiel.“