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In Moers laufen die Vorbereitungen auf die Bundestagswahl: Nach der Wahl ist vor der Wahl

In Moers laufen die Vorbereitungen auf die Bundestagswahl : Nach der Wahl ist vor der Wahl

Schilder drucken und laminieren, Kugelschreiber zählen, Wahlhelfer gewinnen: Für viele scheint die nächste Wahl noch eine Ewigkeit entfernt. Melanie Rams, Leiterin des Fachdienstes Bürgerservice und Wahlen, weiß jedoch, dass die Zeit bis zum 26. September schneller vergehen wird, als ihr und ihrem Team lieb ist.

An dem letzten Sonntag im September steht die Bundestagswahl an. Die Fachdienstleiterin blickt zuversichtlich auf die nächsten Monate: „Das Stresslevel bei der Kommunalwahl 2020 war höher, als es vermutlich 2021 bei der Bundestagswahl sein wird. Außerdem haben wir jetzt bereits einige Erfahrungen, was die Umsetzung einer coronakonformen Wahl betrifft.“ Bei der Kommunalwahl muss die jeweilige Stadt alles selbst organisieren, bei der Bundestagswahl dagegen übernimmt Krefeld die Wahlleitung. „Das nimmt uns einige Aufgaben ab“, zeigt sich Melanie Rams erleichtert.

Erzieherinnen helfen bei frühzeitigen Vorbereitungen
Um die Erfahrungen aus 2020 bestmöglich zu nutzen, hat das Team nach der Kommunalwahl reflektiert: Die Organisation vieler Dinge sollte weiter im Voraus erfolgen, um die Hektik zu reduzieren. Daher beginnen sie schon jetzt mit den Vorbereitungen. Dabei helfen ihnen unter anderem Erzieherinnen, die derzeit in ihrer Kita aus verschiedenen Gründen nicht eingesetzt werden können, zum Beispiel, weil das Infektionsrisiko dort für bestimmte Personengruppen zu groß ist. Der erfahrene Teil der Teamkollegen überprüft, ob die Stimm- und Wahlbezirke die richtige Größe haben und welche Räumlichkeiten als Wahlbüros in Frage kommen. Außerdem planen sie Wahlhelferschulungen und erstellen einen Personalplan.

Planung und Organisation mit Hürden verbunden
„Aktuell fahren wir zweigleisig. Was ist im September mit Corona? Das wissen wir jetzt ja noch gar nicht. Deshalb planen wir momentan beispielsweise Wahlhelferschulungen sowohl in einer Offline- als auch in einer Online-Variante“, erklärt Melanie Rams die derzeitige Vorgehensweise. Ein großes Thema ist die Gewinnung von Wahlhelfern. Alle Wahlberechtigten dürfen mithelfen und sich somit ihr Erfrischungsgeld verdienen. Im Unterschied zur Kommunalwahl sind das jedoch nur Personen ab 18 Jahren, sodass viele Schüler beispielsweise nicht mehr in Frage kommen. Das Team Wahlen hofft, dass sich genug Freiwillige finden. Worin sich die Fachdienstleiterin jedoch ziemlich sicher ist: „Wir bauen darauf, dass wieder viele Personen die Möglichkeit der Briefwahl nutzen.“ Insgesamt ist die Stimmung im Team Wahlen optimistisch: „Im Moment ist die Lage noch entspannt. Wir nehmen aus dem Jahr 2020 einige Erfahrungen für kommende Wahlen mit.“

Wer als Wahlhelferin oder Wahlhelfer am 26. September mithelfen möchte, kann sich bereits jetzt bei der Fachgruppe Wahlen melden. Beteiligen können sich wahlberechtigte deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 18 Jahren. Anmeldungen sind entweder per Mail an wahlhelfer@moers.de oder telefonisch unter 0 28 41 / 201-654 möglich.