1. Niederrhein

Krankenstand im Kreis Wesel lag 2020 bei 6,26: Lockdown und Homeoffice belasten die Gesundheit

Krankenstand im Kreis Wesel lag 2020 bei 6,26 : Lockdown und Homeoffice belasten die Gesundheit

Zu den Nebenwirkungen der Corona-Pandemie zählen zunehmend auch körperliche und seelische Belastungen, wie aktuelle Auswertungen des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg zur Arbeitsunfähigkeit zeigen.

Die Gesundheitskasse verzeichnete im vergangenen Jahr im Kreis Wesel 33,98 Fälle je 100 Versicherte unter den AOK-versicherten Beschäftigten, die aufgrund einer Muskel- oder Skeletterkrankung im Job ausfielen. Mit diesem Wert liegt der Kreis über dem Durchschnitt des Rheinlandes (32,79). Aber nur in 10,26 Fällen war eine psychische Erkrankung die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit. Das ist einer der niedrigsten Werte im Vergleich mit anderen Regionen. Auch bei den Atemwegserkrankungen belegt der Kreis Wesel mit 35,69 Fällen je 100 Versicherte in der Rangfolge einen der niedrigsten Plätze, wie aus den Erhebungen hervorgeht. Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sorgten dafür, dass weniger Menschen an anderen Krankheiten, wie etwa Bronchitis erkrankten. So ist der Krankenstand im Kreis Wesel nur leicht auf 6,26 Prozent gestiegen. „Die Unsicherheiten während des ersten Pandemiejahres stellen auch für die Arbeitnehmer im Kreis Wesel und ihre Familien eine Herausforderung dar, gerade psychisch instabile Menschen sind besonders betroffen. Aber auch die Einschränkungen im Homeoffice sowie in Freizeitgestaltung und Sport wirken sich zunehmend negativ auf die Gesundheit der Menschen aus“, so Manrico Preissel, Regionaldirektor der AOK Kreis Kleve - Kreis Wesel. „Improvisierte Arbeitsplätze daheim und Bewegungsmangel können eine Ursache für die Zunahme von Rückenbeschwerden und Muskelverspannungen sein.“