Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Bevölkerung zwischen 30 und 79 Jahren ist hierzulande von Bluthochdruck betroffen – das sind rund 20 Millionen Menschen. Jeder fünfte davon weiß nichts von seiner Erkrankung, nur bei jedem zehnten Patienten ist der Blutdruck gut eingestellt. Dabei ist ein zu hoher Blutdruck der größte Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
20 Prozent der Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung, da Bluthochdruck zunächst oft keine spürbaren Symptome verursacht. Viele messen ihren Blutdruck zu selten oder gar nicht – so bleibt ein erhöhter Blutdruck oft jahrelang unerkannt und kann Schäden im Körper anrichten. Regelmäßige Messungen sind aber auch eine Grundlage der Diagnostik und Behandlung. Sie zeigen, ob die Therapie wirkt, und erhöhen die Sicherheit der Betroffenen. Heute sind eine ganze Reihe zuverlässiger, gut bedienbarer Geräte für die Blutdruckkontrolle zu Hause verfügbar.
Mit dem Alter steigt das Risiko für Bluthochdruck noch einmal deutlich: Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga sind die Blutdruckwerte bei drei von vier Menschen zwischen dem 70. und 79. Lebensjahr zu hoch. Bei der Einstellung des Blutdrucks zählt im höheren Alter nicht nur der Messwert, sondern vor allem der allgemeine Gesundheitszustand. Körperliche und geistige Fitness, Mobilität und Selbstständigkeit bestimmen, welche Zielwerte individuell realistisch und sinnvoll sind. Besonders bei gebrechlichen oder demenzkranken Patientinnen und Patienten stehen der Erhalt von Lebensqualität, ein guter Nachtschlaf und die Vermeidung von belastenden Nebenwirkungen im Vordergrund.