Seit mehr als 20 Jahren ist die Musiknacht fester Bestandteil im Moerser Veranstaltungskalender. „Das Format ist einfach gut und zum Partymachen ein echtes Highlight. Man hat die Möglichkeit, viele Gaststätten kennenzulernen und denkt musikalisch auch mal ‚out of the box‘“, sagt Enni-Geschäftsführer Kai Steinbrich, der Moers 2005 über die Night of the Bands näher kennenlernte: „Ich war beeindruckt von der guten Stimmung“, erinnert er sich.
Musikalisch macht’s die Mischung aus Bewährtem und Neuem, wie Dennis Büttgen vom Veranstalter Boese Events das Erfolgskonzept erklärt: „Bekannte Bands wie Moodish (Odysseus), Talentfrei (Café Lyzeum), Rob Sure (Fiddlers) oder Granufunk (Autentico) sind Anlaufpunkte, bei denen die Leute genau wissen, was sie bekommen.“ (Falls es doch jemand nicht weiß: Rock & Pop, Pop Cover, Rock Cover und Funk.) Gleichzeitig gelte es aber auch, neue Bands zu entdecken. Wie „B60“, die Rock Cover in die „Kleine Kneipe Asberg“ bringen, wo sonst stets „Coversutra“ für volles Haus sorgten, die dieses Mal aber krankheitsbedingt absagen mussten. „K-Fly und Mr. Poetik“ feiern ihre NotB-Premiere im Bollwerk und bringen erstmals die Mischung aus Rap und Pop zur Moerser Musiknacht. Neu dabei sind auch „The Lucky Ones“, die auf anderen Events des Veranstalters stets „sehr gut funktionieren“. Die Band aus Norddeutschland soll mit Oldies & 70er, 80er sowie NDW im FINO für volles Haus sorgen. Die Gaststätte in Vinn ist der einzige Neuling unter den Locations, wenn auch Wirtin Antonietta Busin bestens mit dem Format vertraut ist, da sie mit dem „Schock aus“ in der Vergangenheit öfters teilnahm: „Die Veranstaltung ist einfach klasse. Die Stimmung ist toll, man lernt viele nette Leute kennen, es gibt gute Musik - ich freue mich riesig auf den Abend.“
In Vinn ist auch das Schützenhaus am Start, das im letzten Jahr eine überragende Premiere feierte und nun mit „Luke Vito“ (Rock & Pop) an diesen Erfolg anknüpfen möchte. Die weiteren Wiederholungstäter: Feinkost Schneiderei (Barriola - Latin/Flamenco/Pop), Die Röhre (Holodeck - Rock), Café des Arts (Fidgets - Rock & Pop), Piccolo (Bridges & Hooks - Soul & Pop Cover) und Café Mondrian (Mama Mucke - Party Rock Cover). „Wir haben von Funk, Rap, Cover über Oldie bis Latin alles dabei, der Schwerpunkt liegt aber bei Rock & Pop, weil sich das die meisten wünschen“, ordnet Büttgen das Programm genremäßig ein.
Damit die Besucher möglichst viele Auftritte erleben können, beginnen die Konzerte zeitversetzt. Einige Bands starten bereits um 19 Uhr, andere spielen bis nach Mitternacht. Ein kostenloser Shuttle fährt alle 45 Minuten ab Kastellplatz die Außenspielorte Bollwerk, Kleine Kneipe Asberg, Schützenhaus Vinn und FINO Moers an.
Büttgens‘ Wunsch: „Unser Ziel ist es, dass die Leute später nach Hause gehen und sagen: Das war ein geiler Abend!“
Tickets gibt es für 16 Euro im Vorverkauf in den meisten teilnehmenden Lokalen und online unter http://www.enni.de/musiknacht (zzgl. 1,60 Euro VVK-Gebühr). Nur online gibt es Gruppentickets für fünf Personen zum Preis von 70 Euro. An der Abendkasse – für die Innenstadt wieder zentral im Kassenhäuschen auf dem Kastellplatz – kostet der Eintritt 20 Euro. Dort können auch Online-Tickets gegen Bändchen getauscht werden.