Mit der Enthüllung am 19. Juli wird die von Papst Franziskus 2016 als „apostola apostolorum“ (Apostelin der Apostel) bezeichnete Heilige zu ihrem Gedenktag am 22. Juli im wahrsten Sinne des Wortes „sichtbar“ gemacht.
Der Leuchter würdigt Maria von Magdala als erste Zeugin der Auferstehung und als eine Verkünderin der Osterbotschaft. Er soll sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und die wichtige Rolle von Frauen in der Kirchengeschichte und Glaubenstradition sein. „Frauen sind das Rückgrat katholischer Gemeinden. Ihnen, ihren Gemeinden und Pastoralen Räumen eröffnet das Projekt „Apostelinnen-Leuchter“ die Möglichkeit, bislang unter den Teppich gekehrte Geschichten von Frauen der Kirche ans Licht zu holen und auf den Leuchter zu stellen“, erläutert Christa Nickels, ehemalige Bundestagsabgeordnete, aktives kfd-Mitglied und Schirmherrin des Projekts.
Der Apostelinnen-Leuchter entstand in Kooperation des Diözesanverbands der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) im Bistum Aachen und der Frauenseelsorge im Bistum Aachen. Im November 2024 hatten sie Gemeinden und Pastorale Räume aufgerufen, sich um den von ihnen gestifteten Apostelinnen-Leuchter zu bewerben. Aus elf Bewerbungen fiel die Wahl der Jury, der neben Christa Nickels, Vertreterinnen des kfd und der Frauenseelsorge, die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner und Dr. Anna Wellding, Referentin für Kunst und Denkmalpflege im Bistum Aachen, auf das Konzept der Gemeinde aus Mönchengladbach-Venn. Das dortige „Team Apostelinnen-Leuchter“ (ehrenamtlich engagierte Frauen der kfd Venn, des Frauentreffs Venn und des Teams KlarText) überzeugte mit einem starken pastoralen Konzept, das weit über den Leuchter hinausgeht und unter anderem Veranstaltungen und Angebote für verschiedene Zielgruppen, die Einbindung in liturgische Feiern und ein „Lebensbuch“, in das Kirchenbesucher sich eintragen können, umfasst.
Umgesetzt wurde der Apostelinnen-Leuchter von Sonja Toepfer. Für die Künstlerin war dies eine spannende Herausforderung. Entstanden ist eine aus mehreren Elementen bestehende Skulpturen-Installation, die abstrakt ist, aber zugleich von „fühlbarer Sinnlichkeit“, wie Sonja Toepfer es beschreibt. Die Wucht hat, aber auch sehr detailliert ist, die Menschen mit ihrer Botschaft direkt anspricht und auffordert, sich auf sie einzulassen.
Noch ist die Skulptur hinter weißen Laken verborgen. Enthüllt wird sie am Sonntag, 19. Juli, um 10.30 Uhr, in einer Festmesse in der Kirche St. Maria Empfängnis, Mürrigerstraße 6 in Venn. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch statt. Es gibt die Möglichkeit, den Leuchter zu entdecken und mit der Künstlerin, den Initiatorinnen des Projektes sowie miteinander bei Getränken und Häppchen ins Gespräch zu kommen.