Hintergrund sind die Forderungen der Initiative und der IG nach Einführung einer nächtlichen Tempo-30-Regelung auf der betreffenden Straße im Ortsteil Strümp.
Die direkte und unmittelbare Nähe zur stark frequentierten Xantener Straße führe für die über 100 betroffenen Anlieger zu erheblicher Lärmbelastung, auch in den Nachtstunden, argumentieren die Befürworter der Maßnahme. Die permanente Raserei und eine zunehmend provokante Fahrweise, gerade von Motorradfahrern, die häufig unnötigerweise die Motoren hochdrehen würden, hätten zu einer Erhöhung der Lärmbelastung ins Unerträgliche geführt, betonte die Bürgerinitiative bereits zuvor in einem Schreiben an den Bürgermeister. Auch sei für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner die Gefahr durch das Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer beträchtlich. Dass es bisher nicht zu schweren Unfällen gekommen ist, sei „wohl nur dem Zufall zu verdanken“.
Neben der Einführung einer Tempo-30-Zone zwischen 22 und 6 Uhr in diesem Bereich fordert die Bürgerinitiative zudem, das Tempo-50-Limit innerorts optisch mehr hervorzuheben, sowie stärkere und zielgerichtete Schwerpunktkontrollen durch Polizei und Ordnungsbehörde. Auch wünscht sich die BI die Erstellung einer aktuellen Verkehrsanalyse an wirklich geeigneten Stellen durch unabhängige Gutachter. Kluge, funktionierende Ideen seitens Politik und Verwaltung für eine umfassende verkehrsplanerische Gesamtlösung in Zusammenarbeit mit den Betroffenen seien das, was es jetzt bräuchte, heißt es in dem Schreiben weiter.
Beim Dialogtermin vor Ort hörte Bürgermeister Bommers den Ausführungen der BI-Vertreter aufmerksam zu und versprach, seinen Handlungsspielraum voll zu nutzen. „Das Gespräch war offen, sachlich und konstruktiv“, zeigte sich Thomas Schmidt von der Bürgerinitiative im Nachgang mit dem Verlauf des Termins zufrieden. Jetzt dürfe man gespannt sein, welche konkreten Schritte letztlich folgen, um Lärmschutz und Verkehrssicherheit zu erhöhen.