Ladepark Münchheide V: Drei Millioinen Euro Investition Ladepark Münchheide V: Ausbau läuft

Stadt Willich · Im Ladepark, den die Stadtwerke Willich im Gewerbegebiet Münchheide V bauen, geht es nach unfreiwilliger Winterpause zügig voran.

Projektleiter Mario Sagner von den Stadtwerken ist regelmäßig auf dem stw ladepark plus unterwegs und begutachtet die Fortschritte.

Foto: Stadtwerke Willich

Seit der zweiten Märzwoche können Autos an sechs Schnell-Ladestationen und drei AC-Stationen mw autostrom, die Marke der Stadtwerke, tanken. An den acht Stationen für Fahrzeuge der Marke Tesla gibt es bereits seit Februar Strom.

Zurzeit wird die Lounge eingerichtet, die künftig einen komfortablen Aufenthalt während des Ladevorgangs ermöglicht: Kaffee und Snacks, eine Spielekonsole und ein Sanitärbereich stehen dann rund um die Uhr zur Verfügung. Auch der Con­tainer des Unternehmens Roatel ist bereits aufgestellt. Sobald die vier Zimmer des Mini-Hotels komplett ausgestattet sind, lassen sie sich via App zum Übernachten buchen.

Mario Sagner ist Projektleiter des stw ladepark plus, er hatte bei diesem Bauvorhaben mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Beispielsweise wird es noch dauern, bis alle der geplanten 25 Lade-Stationen betriebsbereit sind: „Mit Allego haben wir einen Partner, der seine sechs Säulen im Rahmen des sogenannten Deutsch­landnetzes baut und das bedeutet zeitlich sehr intensive Abstimmungen mit dem Bund.“

Er schätze, so Sagner, dass Allego erst in einigen Monaten in Willich präsent sein werde. „Die Stationen zu montieren, ist eine Sache von wenigen Tagen, denn die komplette Infrastruktur steht ja bereits.“ Der vierte Partner im stw ladepark plus ist das Unternehmen Electra mit zwei Schnell-Ladestationen; auch sie sind seit einigen Tagen in Betrieb.

Im vergangenen August haben die unterschiedlichen Gewerke auf dem 4 500 Qua­dratmeter großen Gelände mit den notwendigen Tiefbauarbeiten begonnen, später die Elektrotechnik installiert, das Dach inklusive PV-Anlage errichtet, alle Pflasterarbeiten erledigt, die Beleuchtung montiert.

Kurz nach Baubeginn hatte der chinesische Partner Nio seine Beteiligung am Projekt komplett gekündigt; gleichzeitig reduzierte Tesla die Anzahl der geplanten Stationen um drei Viertel. „Wir mussten also in kürzester Zeit neue Partner gewinnen, und zwar ohne wirtschaftliche Verluste und ohne die Bauarbeiten zu unter­brechen“, sagt Mario Sagner. Eine Herausforderung, die dank des großen Einsatzes aller Beteiligten gestemmt worden ist. „Natürlich hat das Zeit gekostet, und dann kam noch das ungewöhn­lich strenge Winterwetter dazu.“ Die offizielle Eröffnung sei jetzt auf den 24. April angesetzt: „Bis dahin sind die Grünflächen angelegt, und wir können hoffentlich bei Sonnenschein feiern, dass es in Willich einen der größten und modernsten Ladeparks in ganz NRW gibt.“