Für Familien bedeutet dies vor allem eine Vereinfachung: Unabhängig davon, welches Betreuungsangebot ein Kind in Anspruch nimmt, steht den Eltern künftig eine zentrale Ansprechperson für alle Fragen rund um die Elternbeiträge zur Verfügung. Die bisher unterschiedlichen Zuständigkeiten für die einzelnen Betreuungsformen entfallen. Dadurch soll der Service für Familien verbessert und der gesamte Ablauf einfacher und transparenter gestaltet werden.
Mit der organisatorischen Zusammenführung wird zudem die Geschwisterermäßigung auf alle genannten Betreuungsangebote ausgeweitet. Während diese bislang nur im Bereich Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege berücksichtigt werden konnte, kann sie künftig auch bei der Offenen Ganztagsschule und der Außerschulischen Betreuung Anwendung finden.
Die organisatorische Neuausrichtung machte auch eine Umstellung des Fachverfahrens erforderlich, mit dem die Elternbeiträge berechnet und die entsprechenden Bescheide erstellt werden.
Aufgrund der umfassenden Umstellung wird die Bearbeitung in diesem Jahr jedoch mehr Zeit als in den vergangenen Jahren in Anspruch nehmen. Die Stadt bittet die Familien daher um Verständnis, dass die neuen Bescheide voraussichtlich mit Verzögerung zugestellt werden.
Bis zur Erstellung eines neuen Elternbeitragsbescheides gelten zunächst die bisherigen Zahlungen weiter. Bei einem bestehenden SEPA-Lastschriftmandat werden die bisherigen Beiträge weiterhin abgebucht. Eltern, die ihre Beiträge per Dauerauftrag überweisen, werden gebeten, die bisherigen Beträge zunächst weiter zu überweisen.
Sollten aufgrund der Neuberechnung zu hohe Beiträge gezahlt worden sein, werden diese selbstverständlich nach Erstellung des neuen Bescheides mit den künftig zu zahlenden Beiträgen verrechnet.
Eine Besonderheit gilt für Familien, deren Kinder erstmals ab dem 1. August 2026 ein Betreuungsangebot besuchen. Da für diese Neufälle die Beiträge rückwirkend ab dem 1. August 2026 festgesetzt werden, werden diese Fälle bei der Bearbeitung zunächst vorrangig berücksichtigt. Für die betroffenen Familien wird sich daraus eine entsprechende Nachzahlung ergeben.
Dominik Hoffmann, Leiter des städtischen Jugendamtes, erklärt: „Mit der Zusammenführung der Elternbeitragsbereiche sowie der Systemumstellung erwarten wir eine deutliche bürokratische Entlastung für die Familien. Wir bitten gleichzeitig um Verständnis dafür, dass die notwendige Umstellung in diesem Jahr noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten daran, die neuen Bescheide schnellstmöglich zu erstellen.“