Die Maßnahme wurde erforderlich, da sich die Sanitäranlagen der Geschwister-Scholl-Realschule in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befanden. Bei den Voruntersuchungen wurden weitere bauliche Mängel und Schadstoffe im betroffenen Gebäudeteil festgestellt.
Die Arbeiten gingen deshalb weit über eine reine WC-Sanierung hinaus. Bereits im Vorfeld wurde das Dach des Gebäudeteils saniert. Hinzu kamen eine statische Ertüchtigung der Fassade sowie energetische Verbesserungen durch zusätzliche Dämmmaßnahmen. Damit wurde nicht nur die Sanitäranlage erneuert, sondern der betroffene Gebäudeteil insgesamt saniert und energetisch verbessert.
Im Rahmen der WC-Sanierung wurden die Sanitärinstallationen, die Elektrik, Wand- und Bodenflächen sowie die technische Gebäudeausstattung vollständig erneuert. Auch erfolgten Maßnahmen zur Verbesserung des Brand- und Schallschutzes.
Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung eines Konzepts, das eine hohe Aufenthaltsqualität mit einer möglichst hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Beschädigungen verbindet. Zum Einsatz kommen hochwertige, langlebige und pflegeleichte Materialien sowie besonders robuste Ausstattungsmerkmale. Gleichzeitig wurde großer Wert auf eine freundliche und zeitgemäße Gestaltung gelegt.
Für das städtische Gebäudemanagement besitzt die Maßnahme Vorbildcharakter für künftige WC-Sanierungen an Schulen. Die Maßnahme zeigt, wie sich eine hohe Aufenthaltsqualität mit einer robusten und langlebigen Ausführung verbinden lässt.
Die Schule wird ein pädagogisches Nutzungs- und Betreuungskonzept für die neuen WC-Anlagen entwickeln und erhält dazu Unterstützung durch den städtischen Fachbereich Schule und Sport. Festgelegt wurden unter anderem eine geregelte Schlüsselausgabe sowie Aufsichten während der Pausenzeiten. Ein solcher ganzheitlicher Ansatz mit der Einbindung der Schulgemeinschaft, der unter dem Schlagwort „KloMotion“ auch an anderen Schulen umgesetzt wird, hilft, die neuen Anlagen dauerhaft in einem guten Zustand zu erhalten.