Debütroman „Boomer“ erschienen Nicht erschrecken, wenn im Ruhestand das Telefon geht!

Korschenbroich · Alter. Krankheit. Siechtum. Tod - das ist das Mantra, das dem frisch in den Ruhestand getretenen Protagonisten in Axel Bachmanns Erstlingswerk „Boomer“ keine Ruhe lässt. Der Autor selber ist weit entfernt davon, im Ruhestand beschäftigungslos zu sein. Auf seiner Bucket List stand unter anderem „Buch schreiben“.

Axel Bachmanns Roman „Boomer“ ist gerade im Litego Verlag erschienen.

Foto: RBAV/Ulrike Mooz

Womit füllt man die Beschäftigungs-Lücke, die entsteht, wenn der Ruhestand beginnt? Jedenfalls nicht mit Nichtstun und Langeweile: Der Korschenbroicher Axel Bachmann ist seit eineinhalb Jahren Rentner und auf seiner Bucket List stand neben „Marathon laufen“ und etlichem anderen auch „Buch schreiben“. Der Daniel aus seinem Debütroman, sei nicht er, aber Menschen, die ihn kennen, würden trotzdem das eine oder andere wiedererkennen, sagt er. „Man schreibt ja schließlich über etwas, mit dem man sich auskennt“.

Nicht lange nach seinem Abschied als Geschäftsleiter Nachhaltigkeit bei Coca Cola entschied Bachmann auf einer Reise mit seiner Frau nach Venedig: „Jetzt oder nie. Entweder klappt es auf der Reise mit einem Konzept für das Buch, oder ich lasse es“. Es klappte.

Ende April ist der Roman „Boomer“ im Wiener Litego Verlag erschienen. Darin geht es um den niederrheinischen Neurentner Daniel. Der steht vor der größten Herausforderung seines Lebens: Wie füllt man die plötzliche Freizeit, wenn die Struktur wegfällt, die jahrzehntelang den Alltag bestimmt hat? In diesem fesselnden Roman erleben die Leser mit, wie der Single mit seinem neuen Lebensabschnitt und der Perspektive „Alter. Krankheit. Siechtum. Tod.“ ringt. Ist dieses Mantra wirklich alles, was ihn erwartet? Oder gibt es einen Weg, den Ruhestand als Chance statt als Ende zu begreifen?

Mit authentischen Dialogen, tiefgründiger Selbstreflexion und einer Prise niederrheinischen Humors nimmt der Autor die Leser mit auf eine Reise der Selbstfindung im Alter.

„Es geht um die Ruheständler, die erschrecken, wenn das Telefon mal geht. Aber es ist mir auch daran gelegen, der jüngeren Generation zu zeigen, was wir mit den Friedensdemonstrationen, der Bekämpfung des Paragrafen 175 und der Anti-AKW-Bewegung alles bewegt haben“, sagt Bachmann, denn es gebe ja den Vorwurf, dass die Generation der Babyboomer und ihr Verhalten die Ursache für den Klimawandel sei.

Axel Bachmann arbeitet im Ruhestand übrigens unter anderem als Nachhaltigkeitsberater und in einem Ehrenamt.

Am 22. September ist eine Lesung in Kooperation mit der Buchhandlung Barbers und der VHS im Korschenbroicher Kulturbahnhof geplant.

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