Parallel zum Interimsbau wird ein permanenter Schulbau im wetslichen Bereich des ehemaligen Sportplatzgeländes errichtet. Die fertige Vorplanung und die nächsten Schritte zu dem Großbauvorhaben hat das städtische Gebäudemanagement (gmmg) jetzt im Ausschuss für Betriebe und Vergabe vorgestellt.
Damit der Schulbetrieb nach den Sommerferien wie geplant losgehen kann, wird aktuell in dem Interimsgebäude fleißig gewerkelt. Es werden Böden verlegt, Kabel gezogen, Wände gestrichen und die Außenanlagen hergestellt. Im Juli und August wird das Gebäude schließlich eingerichtet und möbliert. Mit dem Start des neuen Schuljahres bilden dann 108 Schülerinnen und Schüler in vier Klassen den Gründungsjahrgang für die neue, insgesamt siebte Gesamtschule der Stadt Mönchengladbach an der Breite Straße.
Christiane Schüßler, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, spürt schon die Aufbruchsstimmung. „Die neuen Lehrkräfte sowie die kommissarische Schulleitung und das nicht lehrende Personal freuen sich sehr, in diesem neuen Interimsbau, der viele Möglichkeiten der pädagogischen Gestaltung bietet, mit den Kindern in eine neue Schule zu starten und diese sukzessive aufzubauen und das Profil zu schärfen.“
Auch die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz lobt die Fortschritte beim Interimsbau: „Der Interimsbau für die siebte Gesamtschule ist ein anspruchsvolles Projekt, das unter hohem Zeitdruck realisiert werden muss. Und das während parallel die Planungen für ein dauerhaftes Gebäude vorangetrieben werden. Durch die fokussierte Zusammenarbeit aller Beteiligten sind wir bei dem Projekt auf einem guten Weg.“
Das spätere, permanente Schulgebäude wird sich in fünf Bauteile mit eigenen Innenhöfen und eine Sporthalle gliedern. Unterschiedliche Gebäudehöhen und ein zurückspringender Eingangsbereich zur Breite Straße werden dem Baukörper eine aufgelockerte Struktur verleihen. Im Innern wird sich das Gebäude als moderne Lernlandschaft präsentieren, die mit offenen Bereichen, Differenzierungsräumen und Rückzugsorten unterschiedliche Formen des Lernens ermöglicht.
Auf Basis des konkreten Gebäudeentwurfs konnten vertiefte Baugrunduntersuchungen durchgeführt werden. Dabei wurden anspruchsvolle Rahmenbedingungen festgestellt, die bei der Planung und Ausführung der Baugrube im weiteren Verlauf zu berücksichtigen sind. Konkret muss beispielsweise die Last des Gebäudes über eine Pfahlgründung auf tiefere, tragfähige Bodenschichten übertragen werden. Zudem laufen derzeit noch Abstimmungen dazu, wie das anfallende Grundwasser während der Bauarbeiten abgeleitet werden kann.
Angesichts der deutlich komplexeren Tiefbauarbeiten wird sich der Umzug der neuen Schule vom Interim in den fertigen ersten Bauabschnitt des Neubaus voraussichtlich erst 2029 realisieren lassen. Einschränkungen für die neue Schule sollen sich dadurch nicht ergeben.
Eine weitere Konsequenz aus den neuen Erkenntnissen ist eine vorgezogene, separate Vergabe der Tiefbauarbeiten, um diese schnellstmöglich beauftragen zu können. Auch eine entsprechende Dringlichkeitsentscheidung und die Vorbereitung der Auftragsvergabe standen deshalb in der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Betriebe und Vergabe auf der Tagesordnung. Vorgesehen ist, der Politik im Oktober eine fertige Entwurfsplanung vorzulegen. Sie ist Voraussetzung für den notwendigen Durchführungsbeschluss, den es für den Start der Bauarbeiten braucht. Insofern das gelingt, könnte noch in diesem Jahr mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden.