„Mit Tatkraft“ ist das größte Ehrenamtsprogramm der Landesregierung für die Region. Zum Co-Vorsitz der Jury beruft das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Jens Sannig, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Jülich. Zweite Co-Vorsitzende ist Alexandra Landsberg, Leiterin der Abteilung „Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Circular Economy, Transformation“ aus dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV).
In der Jury sitzen 20 Menschen aus der Region, die den Strukturwandel im Rheinischen Revier aus eigener Erfahrung kennen. Sie bringen unterschiedliche Sichtweisen aus Zivilgesellschaft, Kommunen und Institutionen mit. Ihre Aufgabe: Projekte auswählen, die mit Engagement und guten Ideen etwas für die Zukunft der Region bewegen.
„Niemand kennt das Rheinische Revier besser als die Menschen, die hier leben. Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen wissen genau, was ihre Region braucht“, sagt Umweltminister Oliver Krischer. „Ehrenamt ist eine unverzichtbare Kraft für unser Land. Gerade im Rheinischen Revier zeigt sich, wie wichtig dieses Engagement für einen erfolgreichen Strukturwandel ist.“
Die erste Einreichungsphase für Projektideen im Ideenwettbewerb „Mit Tatkraft“ findet im Zeitraum 1. Oktober bis 30. November 2026 statt. Es werden rund 150 Preisgelder pro Jahr vergeben. Ausgewählte Projekte erhalten 5 000 Euro für kleinere oder 10 000 Euro für größere Vorhaben. In den kommenden vier Jahren stehen dafür jährlich mehr als eine Million Euro bereit.
„Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance. Die Menschen in der Region zeigen seit Generationen, wie viel Gestaltungskraft und Zusammenhalt hier stecken. Entscheidend ist, dass wir die Zukunft gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickeln“, sagt Jens Sannig, Co-Vorsitzender der Jury.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) setzt den Ideenwettbewerb mit vier Wettbewerbsrunden in den kommenden vier Jahren im Auftrag des Umweltministeriums um. Finanziert wird es aus dem Bundesprogramm „STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“ sowie ergänzend aus Landesmitteln.
Mitmachen können Bürger ebenso wie gemeinnützige Vereine, Verbände, Initiativen, Kitas, Schulen, Stiftungen, Kirchen und soziale Träger. Gesucht werden nicht-gewerbliche Projektideen, die im Rheinischen Revier umgesetzt werden und noch nicht begonnen haben. Die Projekte müssen den Strukturwandel unterstützen, zu mindestens einem der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen und ab Auszeichnung innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden. Die Themen sind bewusst breit gefasst: Natur-, Umwelt- und Klimaschutz gehören ebenso dazu wie Kultur, Bildung, Sport, Freizeit, Gesundheit, Jugend, Migration, Gesellschaft und Soziales. Wichtig ist, dass ein Projekt den Menschen vor Ort etwas bringt und den Zusammenhalt stärkt.