Ach übrigens... Ende von Eäte, Drenke, Danze?

Krefeld · Es gibt Events, bei denen man sich vorher denkt: Das wird entweder ein Riesenerfolg oder aber ein Fall für die Rubrik „War ja ganz schön.“ „Eäte, Drenke, Danze“ gehört eindeutig zur ersten Kategorie.

Foto: Marsha Glauch

Aus einer spontanen Idee wurde binnen drei Jahren ein Publikumsmagnet. Tausende Menschen kamen zusammen und zeigten, dass auch Krefeld entspannt und ausgelassen feiern kann. Und jetzt? Jetzt soll Schluss sein. Zumindest erstmal. Dies kündigte das EDD-Team über Social Media an. „Der nächste Spätmarkt wird vorerst unser letzter sein“, heißt es. Das ist eine Formulierung, die ungefähr so endgültig klingt wie: „Ich trinke heute wirklich nur eins.“ Jeder weiß: Das kann stimmen. Muss aber nicht.

Denn wenn im Rheinland etwas „vorerst“ zum letzten Mal stattfindet, ist das schließlich kein Abschied. Das ist eine Einladung zur Rückkehr. Man könnte auch sagen: eine dramaturgische Pause mit einem Bierglas in der Hand.

Natürlich darf man irgendwann sagen: Wir können nicht mehr. Zu viel Arbeit, zu viele Nächte, zu viele Details, die vor den Kulissen niemand sieht. Ein Publikumsmagnet fällt schließlich nicht vom Himmel. Er wird aufgebaut, organisiert, abgesichert, beworben und nachher wieder abgebaut. Während die Besucher noch beim letzten Getränk überlegen, ob sie wirklich schon nach Hause müssen, denkt irgendwo jemand vermutlich längst darüber nach, wie man 300 Biertischgarnituren wieder ordentlich verstaut.

Ach, übrigens: Hut ab vor den Machern. Aber bitte nicht zu lange Pause machen. Denn EDD ist ein Erfolgsmodell und steht Krefeld so gut zu Gesicht.

Tschö – bis gleich.