Berufsorientierung „Volles Haus“ bei der Grefrather Ausbildungsmesse

Grefrath · Die jüngste Grefrather Ausbildungsmesse in den modernen Fachräumen der Schule an der Dorenburg hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und zukunftsorientiert Berufsorientierung heute gestaltet werden kann.

Schulleiter Christian Rütten, Wirtschaftsförderin Laura Bürkert, stellv. Schulleiter Tobias Schmitz, Stephan Draack, GF der Draack Schmiede & Schlosserarbeiten GmbH, und Bürgermeister Stefan Schumeckers (v.l.).

Foto: Stephan Sachse

Organisiert von der Grefrather Wirtschaftsförderung in Kooperation mit der Sekundarschule liegt die besondere Stärke der Grefrather Ausbildungsmesse im direkten Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern sowie regionalen und überregionalen Betrieben. Dieses bewährte Konzept wurde auch in diesem Jahr durch neue Impulse ergänzt: Noch praxisnähere Einblicke, interaktive Stationen und konkrete Mitmachangebote ermöglichten es den Jugendlichen, Berufe nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben.

Zahlreiche Unternehmen aus Grefrath und der Region – darunter Betriebe aus Kempen, Nettetal, Viersen und Wachtendonk– nutzten die Gelegenheit, ihre Ausbildungsangebote vorzustellen. Darüber hinaus waren auch Institutionen wie die Justiz NRW sowie der Zoll als Bundesbehörde vertreten.

Ein zentrales Thema, das sich wie ein roter Faden durch viele Gespräche zog, ist der steigende Druck auf Unternehmen, passende Praktikanten wie Auszubildende zu finden. „Umso wichtiger ist der persönliche Kontakt, den eine Messe wie unsere ermöglicht. Gerade dieser unmittelbare Austausch, fernab von anonymen Bewerbungsverfahren, schafft Vertrauen, baut Hemmschwellen ab und eröffnet beiden Seiten neue Chancen“, betont die Grefrather Wirtschaftsförderin Laura Bürkert.

Das innovative Grefrather Konzept hebt sich dabei deutlich von klassischen Informationsveranstaltungen ab. Statt reiner Präsentation setzen die Betriebe verstärkt auf anschauliche, praxisnahe Beispiele aus dem Berufsalltag. Ob praktische Einblicke ins Handwerk wie das Setzen einer digitalen Schweißnaht, das hygienische Herstellen von Butter in der Lebensmittelbranche oder das Planen einer Woche in der Tagespflege; die Schülerinnen und Schüler erhielten einen anschaulichen und realistischen Eindruck von ihren möglichen beruflichen Perspektiven.

Die positive Resonanz aller Beteiligten bestätige den eingeschlagenen Weg: Die Ausbildungsmesse in Grefrath sei längst mehr als eine Informationsplattform, sondern ein zentraler Baustein der regionalen Fachkräftesicherung, resümiert Bürgermeister Stefan Schumeckers bei seinem Besuch der Messe: „Mit unserem modernen Ansatz und der engen Verzahnung von Schule, Wirtschaft und Beratung setzten wir den Fokus auf die Praxis im Rahmen einer gelungenen Berufsorientierung.“