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MSV Duisburg zieht die Reißleine: Lettieri ist draußen

MSV Duisburg zieht die Reißleine : Lettieri ist draußen

Wie der MSV Duisburg mitteilt, ist Trainer Gino Lettieri mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Der Verein reagiert damit auf die ausbleibende sportliche Wende. Lettieri hatte den Trainerposten beim MSV Duisburg im November 2020 - zum zweiten Mal - übernommen. In dieser Zeit gab es zwei Siege, vier Unentschieden und sechs Niederlagen - weniger als einen Punkt pro Spiel. Die 1:3-Niederlage gestern Abend in Zwickau - die dritte in Folge - war jetzt auch den Verantwortlichen eine zu viel.

Beim Anhang hatte schon die erneute Berufung Lettieris für massiven Unmut und zahlreiche Vereinsaustritte gesorgt. Heute Nachmittag hatten zahlreiche Fans mit einem Auto-Hupkonzert vor der MSV-Arena den Rauswurf des Trainers gefordert. Ebenfalls massiv in der Fan-Ungunst steht Sprotdirektor Ivo Grlic, der für die erfolglose Verpflichtung Lettieris und eine schwache Kaderplanung verantwortlich gemacht wird. Die Winterneuzugänge haben bisher auch nicht gezündet.

  • Vincent Gembalies.⇥Foto: MSV Duisburg / Nico
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„Uns ist der Ernst der Lage sehr bewusst. Wir haben in den zurückliegenden Tagen auch dank der Unterstützung von Partnern und unserem Investor mit drei Neuverpflichtungen gezeigt, dass wir bereit sind, alles für den sportlichen Turnaround zu geben,“ erklärt Ingo Wald, Vorstandsvorsitzender des MSV. „Dass wir nun auch den Schritt des Trainerwechsels vollziehen, zeigt, dass wir noch lange nicht aufgegeben haben und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen werden, um den Worst Case zu vermeiden.“

Mit potenziellen Nachfolgern führe man bereits Gespräche, heißt es vom MSV. Bis zur Vertragsunterschrift des Nachfolgers soll Nachwuchsleistungszentrumsleiter Uwe Schubert das Training leiten. „Wir brauchen 110 Prozent MSV in der Kabine und auf dem Platz“, so Ingo Wald, „Uwe kann das vermitteln."

Der MSV Duisburg belegt aktuell Platz 19 in der Tabelle; der Abstand zum rettenden Ufer beträgt derzeit drei Punkte. Nächster Gegner ist am Sonntag (31.1., 13 Uhr) der VfB Lübeck - der mit einem Sieg heute Abend gegen Unterhaching die rote Laterne an den MSV abgeben könnte.