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Vierter Lauf der Langstreckenserie auf dem Nürburgring: Das jüngste Siegerteam in der Geschichte der Nordschleifen-Serie

Vierter Lauf der Langstreckenserie auf dem Nürburgring : Das jüngste Siegerteam in der Geschichte der Nordschleifen-Serie

Beim vierten Lauf der Langstreckenserie auf dem Nürburgring waren aus Duisburg Max Kruse Racing und Peter Posavac dabei. Benjamin Leuchter war wegen Doppelbelastung nicht in der Eifel am Start.

Eine sehr starke Leistung des neuen BMW Junior-Teams mit Daniel Harper (20), Max Hesse (19) und Neil Verhagen (20) ließ Fahrer, Team und Verantwortliche zufrieden zurück. Die Youngster haben im BMW M6 GT3 #44 ihren ersten Sieg in der Nürburgring Langstrecken-Serie geholt. Bei der 52. Adenauer Rundstrecken-Trophy, dem vierten NLS-Rennen der Saison, überquerte das Trio nach 28 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Kurzanbindung und Nordschleife auf Platz eins die Ziellinie. Mit einem Altersdurchschnitt von 19,6 Jahren ist das BMW Junior-Team das jüngste Siegerteam in der Geschichte der Nordschleifen-Serie.

Auf Platz zwei wurden Vincent Kolb und Frank Stippler im Audi R8 LMS #5 von Phoenix-Racing abgewinkt. Über den ersten Podestplatz für den Lamborghini GT3 Evo #7 von Konrad-Motorsport freuten sich Axcil Jefferies und Michele Di Martino.

Bereits im Zeittraining zeigte das BMW Junior-Team eine Topleistung. Daniel Harper fuhr in 7:52,691 Minuten die zweitschnellste Zeit. Die Pole-Position sicherte sich Patric Niederhauser im Audi R8 LMS #24 von Lionspeed by Car Collection Motorsport. Dabei fuhr der Schweizer mit einer Zeit von 7:52,374 Minuten einen neuen, inoffiziellen Rundenrekord.

 Der Golf GTI TCR #10 vom Team Max Kruse Racing.
Der Golf GTI TCR #10 vom Team Max Kruse Racing. Foto: Hermann van Plüren/ta

Aus Duisburger Sicht war beim Lauf 4 nicht wirklich viel zu erwarten. Lance David Arnold war als Team-/Projektleiter bei SPS Motorsport mit seiner Mannschaft und dem vorbereiteten Mercedes AMG GT3 beim Test in Spa-Francorchamp. Das Team Max Kruse Racing blickte zwar voller Vorfreude auf das bevorstehende Rennwochenende, allerdings startete man In der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) nur mit einem VW Golf GTI TCR #10, pilotiert von Andy Gülden, Frédéric Yerly und Matthias Wasel. Da Max Kruse Racing zur gleichen Zeit beim ersten Lauf des neu geschaffenen Tourenwagen Junior Cup mit Fahrer Nick Hancke an den Start ging, musste man wohl oder übel das Team teilen.

''Wir haben uns mega auf die neue Herausforderung Tourenwagen Junior Cup gefreut``, erklärte Benny Leuchter, Team-Mitbesitzer und Fahrer bei Max Kruse Racing, in der letzten Woche. Zwei Rennen auf unterschiedlichen Rennstrecken in zwei verschiedenen Serien bedeuten für das gesamte Team von Max Kruse Racing viel Arbeit: ''Der Großteil unserer Mannschaft ist am Nürburgring, der Rest in Oschersleben``, so Leuchter. ''Aus diesem Grund haben wir uns auch dazu entschieden, in der NLS dieses Mal mit nur einem Wagen an den Start zu gehen.`` Durch parallel stattfinde Rennen in der NLS und der DMV NES 500 ist das Team diese Doppelbelastung bereits gewohnt: ''Wir sind gut aufgestellt und wie immer fokussiert. Zwei guten Ergebnissen steht also nichts im Weg.`` Am Nürburgring gab es wie erwartet einen Klassensieg und nach einem Start von Platz 42 noch einen Platz 32 in der Gesamtwertung.

 Peter Posavac im Mercedes AMG GT4 #150.
Peter Posavac im Mercedes AMG GT4 #150. Foto: Hermann van Plüren/ta

Ein weiterer Teilnehmer aus Duisburg, Peter Posavac, ging als Fahrer beim Team Schnitzelalm Racing auf einem Mercedes AMG GT4 #150, an den Start. Im Training belegte das Trio um Peter Posavac einen zufriedenstellenden 20. Platz. Aufgrund der starken Konkurrenz - Klasse SP9 und SP10 - musste man sich im Rennen mit einem guten 19. Platz abfinden.

Von 111 gestarteten Fahrzeugen kamen 93 ins Ziel. Die Nordschleife war auch bei diesem Lauf noch für Zuschauer gesperrt. Lediglich 500 Zuschauer verirrten sich auf einer teilgeöffneten Tribüne im Bereich der Start-Ziel-Geraden. Die Läufe fünf und sechs der NLS Nürburgring Langstrecken-Serie finden am 10. und 11. Juli 2021 als Doppelveranstaltung mit jeweils separater Wertung statt.

(HvP)