1. Niederrhein

VRR: Ticketpreise 2021 teilweise neu angesetzt

VRR : Ticketpreise 2021 teilweise neu angesetzt

Am 1. Januar 2021 setzt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), in dessen Tarifhoheit auch die Leistungen der NIAG und von LOOK fallen, die Preise für eine ganze Reihe von Tickets auf den Stand vom Januar 2020 zurück.

Dies gilt für die Tarife Kurzstrecke bis Preisstufe C und für die verbundweit gültigen Tickets, also Bären-, Schoko-, Semester-, VorkursTicket und das YoungTicketPLUS. Von August bis Dezember 2020 hatte der VRR wegen der Mehrwertsteuer-Senkung die Preise vorübergehend reduziert.

Mehrere Ausnahmen bleiben günstiger

Ausgenommen von der Preisanpassung auf das frühere, etwas höhere Niveau bleiben mehrere Tickektarten: Einzel-, 4er, 10er, 24- und 48-Stunden-Tickets, Monatskarten sowie das Ticket 1000 und das Ticket 2000 im Abonnement in der Preisstufe D, mit denen man im gesamten Verbundraum fahren kann. Hier gelten auch nach dem 1. Januar weiter die herabgesetzten Preise.

Weitere Neuerungen für 2021

Anstelle eines ZusatzTickets gibt es für die Mitnahme eines Fahrrads im gesamten VRR ab dem kommenden Jahr das FahrradTicket. Es wird ab Entwertung für 24 Stunden gültig sein, kostet 3,60 Euro und ist über alle Vertriebskanäle erhältlich. Wer sein Fahrrad über die Verbundraumgrenze hinaus mitnehmen möchte, kann ein FahrradTagesTicket NRW für 4,80 Euro pro Geltungstag lösen.

Wer mit seinem Zeitfahrausweis in benachbarte Verkehrsverbünde fahren möchte, kann dafür ein EinfachWeiterTicket „EWT“ lösen. Es gilt ab Januar in allen vier Verkehrsverbünden in Nordrhein-Westfalen. Das Ticket wird für Erwachsene weiterhin 6,80 Euro für die Einzelfahrt in der zweiten Klasse kosten, Kinder zahlen die Hälfte, also 3,40 Euro. Der Preis für die erste Klasse beträgt 10,20 Euro bzw. 5,10 Euro. Ab Entwertung ist das Ticket sechs Stunden gültig. Egal, ob von Moers nach Münster oder von Köln nach Kleve: Erwachsene zahlen mit dem „EWT“ pro Fahrt nur 6,80 bzw. 10,20 Euro.

Einheitliche Gebühr bei vorzeitiger Kündigung

Ticket-Abonnenten, die vor Ablauf des ersten Vertragsjahres das Abonnement vorzeitig beenden, zahlen ab Januar grundsätzlich nur noch eine einheitliche Gebühr von 20 Euro. Bisher wurde, außer bei SchokoTickets und BärenTickets, für die Laufzeit des Abonnements die Differenz zwischen Abo-Preis und dem Preis der entsprechenden Monatskarte nachberechnet. Das konnte je nach Dauer des Abonnements und der Preisstufe zu einer höheren Nachberechnung führen.

Was passiert mit Tickets, die noch in 2020 gekauft wurden?

Wurde ein Ticket 2020 erworben und soll erst im nächsten Jahr eingesetzt werden, gilt Folgendes:

Abfahrregelung: EinzelTickets, Mehrfahrtentickets (4erTickets, 10erTickets), 24-/48-StundenTickets, 4- StundenTickets und ZusatzTickets nach Tarifstand 1. August 2020 werden bis zum 31. Dezember 2020, 24 Uhr, verkauft. Sofern sie auf Vorrat erworben wurden, können sie bis zum Betriebsschluss am 31. März 2021 zur Fahrt genutzt werden. Lediglich ZusatzTickets nach Tarifstand 1. August 2020 können ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr für die Mitnahme von Fahrrädern genutzt werden.

Umtauschregelung: Ein Umtausch für auf Vorrat gekaufte, jedoch nicht benutzte oder teilweise benutzte 4erTickets nach Tarifstand 1. August 2020 ist möglich. Getauscht wird bis zum 31. Dezember 2022 beim verkaufenden Verkehrsunternehmen gegen Tickets nach dem dann aktuellen Tarifstand und gegen Zuzahlung des Differenzbetrages.

Monatswertmarken für Dezember sind noch bis zum 5. Januar 2021 gültig. Bereits erworbene Wertmarken für Januar gelten schon ab dem 29. Dezember 2020. Berechtigungsnachweise aus Dezember für SozialTickets beziehungsweise für YoungTicketPLUS Monatskarten werden auch im Januar 2021 akzeptiert