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„Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit“: Landesverdienstorden für Ursula und Heribert Hölz

„Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit“ : Landesverdienstorden für Ursula und Heribert Hölz

Ursula und Heribert Hölz sind von Ministerpräsident Armin Laschet für ihr jahrzehntelanges gemeinsames Engagement in der Bosnienhilfe mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet worden.

Ministerpräsident Armin Laschet hat elf Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Die Verleihung fand – zum ersten Mal in diesem Jahr in Präsenz – im Schloss Eller in Düsseldorf statt. Der Verdienstorden des Landes ist eine der höchsten Auszeichnungen und wurde 1986 aus Anlass des 40. Geburtstages des Landes Nordrhein-Westfalen vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftet. Mit dem Orden ehrt die Landesregierung traditionell ehrenamtlich besonders engagierte Bürger für ihre herausragenden Verdienste um das Gemeinwohl und um das Land Nordrhein-Westfalen. Zu den am vergangenen Montag Geehrten gehören neben den Eheleuten Hölz der Künstler Otmar Alt, die Moderatorin Nazan Eckes und der Wissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Den Preisträgerinnen und Preisträgern gebührt Dank für das leidenschaftliche Engagement und die entgegenbrachte Zeit für das Wohl ihrer Mitmenschen. Diese elf Frauen und Männer aus Nordrhein-Westfalen stärken mit ihren Leistungen den Zusammenhalt unseres Landes. Ihr beeindruckendes Engagament und Handeln haben Vorbildfunktion und ermutigen jeden Einzelnen mitanzupacken. Sie machen Nordrhein-Westfalen stolz.“

  • Heribert Hölz präsentiert sein neues Buch „Gelebtes Leben“. Für die Veröffentlichung musste er mit 3.300 Euro in Vorleistung gehen. Geld verdienen möchte er mit dem Werk nicht. Schön wäre es aber, wenn durch den Verkauf zumindest ein Teil der Kosten ausgeglichen werde.
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Seit den 90er-Jahren unterstützen Ursula und Heribert Hölz hilfsbedürftige Menschen und verschiedene Projekte in Bosnien. Bisher konnten Ursula und Heribert Hölz mehr als 1,5 Millionen Euro Spendengelder sammeln und organisieren weiterhin Hilfstransporte.

Heribert Hölz und seine Frau hat die Ehrung quasi kalt erwischt: Wegen der Planungsschwierigkeiten, ob eine Verleihung in Präsenz möglich sein würde, rief die Staatskanzlei erst eine Woche vor dem Termin in Schloss Eller beim Ehepaar Hölz an. Heribert Hölz dachte zuerst an einen Scherz, erfuhr dann aber, dass ihn ein guter Bekannter aus Weeze vor eineinhalb Jahren schon für den Orden vorgeschlagen hatte. „Und dann musste alles ganz schnell gehen“, so Hölz.

„Für mich ist es wichtig, das es in der Zeitung steht“, sagt Heribert Hölz, dem Orden an sich nicht viel bedeuten. „Ich weiß schon, der eine oder andere wird denken, ‚Immer der Hölz’ oder ‚Schon wieder der Hölz’ - demjenigen möchte ich sagen: Immer noch Bosnien, immer noch Armut!“ Man könne sich nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen in dem Land bis heute Menschen leben müssten, so Hölz. „Und das direkt vor unserer Haustür!“

Für das, was da Engagement der Eheleute Hölz seit bald 30 Jahren bewirkt, sei hier stellvertretend für viele aus einem Dankesbrief zitiert: „Was Sie schickten, war ein Lichtstrahl in der Dunkelheit!“