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Mediathek Kamp-Lintfort: Corona sorgt für mehr digitale Angebote

Mediathek Kamp-Lintfort : Corona sorgt für mehr digitale Angebote

Den Jahresbericht der Mediathek 2020 haben diese Woche Mediatheksleiterin Yvonne Frericks und Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann vorgestellt.

„Das war ein schwieriges Jahr für die Mediathek. Dennoch haben die Mitarbeitenden alles gegeben, um trotz Schließung weiterhin Angebote an die Daheimgebliebenen machen zu können“, erklärt Müllmann. „Wir sind im letzten Jahr optimistisch gestartet und hatten gehofft unsere Angebote noch weiter ausbauen zu können, doch dann kam die Corona-Pandemie“, erinnert sich Mediatheksleiterin Frericks. Bereits im März 2020 musste die Mediathek komplett schließen und konnte bis Juni nur einen Notbetrieb mit Abholservice anbieten. „Wir haben daher unsere digitalen Angebote deutlich ausgeweitet. Angebote wie Onleihe und E-Learning haben wir kostenfrei für die Schließungszeit für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet und auch die Mitgliedsbeiträge kann man inzwischen digital bezahlen“, so Frericks.

Im Sommer habe man dann durch den Rückgang der Infektionszahlen die Außengastronomie öffnen und wieder reguläre Angebote machen können. Bedingt durch die Schließungen gingen allerdings auch die Ausleihzahlen von physischen Medien zurück. Die E-Medien-Nutzung stieg dagegen um 25%. „Die Menschen haben sich mit den Schließungen und den digitalen Angeboten zwangsweise arrangiert. Dennoch ist die Mediathek für viele Nutzende das zweite Wohnzimmer, dass sie aktuell nur eingeschränkt aufsuchen konnten. Die Besuchszahlen im letzten Jahr stiegen bis zur zweiten Schließung fast wieder auf das Ursprungsniveau.“ Die Schließungszeit zeige sich auch in den Veranstaltungszahlen, die um 50% gesunken sind. Eine besondere Herausforderung sei auch die Durchführung des Vorlesetages für Schülerinnen und Schüler gewesen, den man kurzerhand digital mit Youtube-Videos durchgeführt habe.

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Nach der langen Schließung ist seit Januar ein Click & Collect Service möglich. Nach der neusten Corona-Schutz-Verordnung darf die Mediathek seit dem 15. März mit einem Hygienekonzept wieder eingeschränkt öffnen. Das Open Library Konzept, dass mit einer Öffnung des Bistro26 zusätzliche Öffnungszeiten bietet, muss jedoch durch die Schließung aller Gastronomiebetriebe vorerst ruhen. Dabei gibt es eigentlich schon Pläne für eine Ausweitung der Öffnungszeiten. Ab Mitte Mai will die Mediathek in einem Pilotprojekt, sofern es die Pandemielage zulässt, auch sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen. Und auch ein neues Projekt wartet auf ein Startsignal: Zweimal im Monat soll es ein Angebot zur Leseförderung mit einem Lesehund geben. Das tiergestützte Angebot, dass in den USA sehr verbreitet ist, hilft Grundschülerinnen und Grundschülern beim Lesen, nimmt so die Angst vor dem Vorlesen und sorgt gleichzeitig für mehr Selbstbewusstsein. „Wir setzen aktuell große Hoffnung in die neue Corona-Teststrategie zusammen mit den Impfungen und hoffen, dass die Mediathek aber auch das Bistro26 in Kürze wieder vollumfänglich und mit gewohntem Service öffnen können“, hofft Kulturdezernent Müllmann.