1. Niederrhein

Guido Lohmann René Schneider: 1000 Corona-Schnelltests für die Tafeln

Guido Lohmann und René Schneider ermöglichen kostenlose Testungen für Ehrenamtler : 1000 Corona-Schnelltests für die Tafeln

1.000 Corona-Schnelltests haben Guido Lohmann und René Schneider diese Woche an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafeln in Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Xanten gespendet. So geht schnelle Unterstützung!

Nicht nur reden, sondern auch machen - das treibt Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, auch dieses Mal an. Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider hat er 1.000 Corona-Schnelltests über die Adler Apotheke in Moers geordert, um schnell und unbürokratisch denen zu helfen, die anderen helfen: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der hiesigen Tafeln. „Die Nerven liegen überall blank, Kinder und Jugendliche leiden, Überbrückungshilfen werden nicht gezahlt, dann auch noch das Chaos um Impfungen und Schnelltests - wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen.“ Die Zeit, „die die da oben verlieren“ sei für Institutionen wie die Tafeln besonders wertvoll. „Wenn jemand von uns unwissentlich infiziert ist und das Team ansteckt, könnte die Lebensmittelausgabe ausfallen. Das wäre eine Katastrophe“, erklärt Wolfgang Krause von der Tafel Kamp-Lintfort. Von den knapp 35 Mitarbeiter*innen sind seit Corona nur noch 12 bis 15 im Einsatz, denn viele gehören einer Risikogruppe an. Mit zwei Lebensmittelausgaben und einem Bringdienst werden in der Woche knapp 80 bis 100 Menschen versorgt. Müsste die Tafel schließen, wüssten viele von ihnen nicht, wie sie über die Runden kommen sollten. Eigentlich wären es sogar mehr Menschen, doch seit Corona sind die Zahlen der Tafelbesucher zurückgegangen, obwohl die Hilfsbedürftigkeit gestiegen ist, berichtet Jürgen Voß, ebenfalls für die Tafel Kamp-Lintfort im Einsatz: „Durch das Hygienekonzept können nur zwei bis drei Personen gleichzeitig in die Räumlichkeiten. Das bedeutet, dass der Rest draußen wie auf einem Präsentierteller die Straße runter warten muss. Das erhöht die Hemmschwelle zu uns zu kommen. Es ist auch schon vorgekommen, dass Leute in der Warteschlange aus Autos heraus angepöbelt wurden.“

Die Tafeln selbst kommen momentan nicht ohne Weiteres an kostenlose Schnelltests dran. In Rheinberg hat man daher für 500 Euro welche bestellt - eine Menge Geld für die Einrichtung. Das kann doch alles nicht sein, findet auch René Schneider. Der SPD-Landtagsabgeordnete sei ohnehin schon genervt davon, dass es „nicht gelingt, vor die Lage zu kommen“: „Ständig muss ich erklären, was wir alles noch nicht haben und können. Dabei befinden wir uns nun schon seit einem Jahr in der Pandemie.“ Schnelltests seien sicherlich ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität. „Ich habe nach einem negativen Test einen 12 Stunden Korridor, in dem ich nicht ansteckend bin. Es wäre wünschenswert, wenn wir die Ergebnisse digitalisieren, um so zum Beispiel mittels QR-Code Gastronomieangebote wieder nutzen zu können.“

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Jede der vier Tafeln bekommt 250 Schnelltests. In Kamp-Lintfort plant man, zweimal die Woche, zu den Lebensmittelausgaben, die Mitarbeiter*innen zu testen, die sonst keine Möglichkeit dazu haben. Bis das Material aufgebraucht ist, wird es dann hoffentlich genügend kostenlose Testmöglichkeiten geben.