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Motorsport 2021: Rüddel Racing testet am Nürburgring

Motorsport 2021 : Rüddel Racing testet am Nürburgring

Die FHR (Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport) hatte wieder zum Trackday auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings eingeladen. Mit dabei: Rüddel Motorsport aus Rheinhausen.

Das Wetter konnte am letzten Sonntag allerdings kaum schlimmer sein. Es war Eifel-Wetter. Temperaturen knapp über 0 Grad, Schnee und Regen, dazu gesellte sich dichter Nebel. Der Start um 08.30 Uhr war damit hinfällig. Es dauerte immerhin bis ca. 10.15 Uhr, als die ersten Fahrzeuge sich auf die Strecke trauten. Der Nebel hatte nachgelassen, dafür kam ein kalter Wind auf. Asphalt und Reifen konnten da kaum zufriedenstellende Temperaturen erreichen.

Robert Rüddel hatte sich mit seinem Team und insgesamt vier Fahrzeugen auf den Weg in die Eifel gemacht. Man wollte früh an die Arbeit gehen und reiste deshalb am Samstagabend bereits an. Mitgebracht wurde natürlich der Ford Zakspeed Turbo-Capri, der im letzten Jahr doch einige Probleme bereitete. Hinzu kamen der Ford Escort MK1 und der Ford Escort MK2, alle drei Renngeräte gehören Heinz Schmersal, der selbst Fahrer ist und zusammen mit Mike Stursberg auch in dieser Saison die Besatzung für die drei Fahrzeuge bildet. Zusätzlich hatte man einen weiteren Fahrer dabei, der auf Einladung von Heinz Schmersal zu Testzwecken alle drei Rüddel-Autos fahren durfte. Als viertes Fahrzeug hatte man auf Wunsch eines Kunden einen weiteren Ford Escort Mk1 dabei. Fahrer dieses Escort war Frank Stippler, seines Zeichens Werksfahrer bei Audi.

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Der Capri musste leider bis zum Nachmittag warten. Man wollte bei diesen Streckenverhältnissen am Vormittag kein Risiko eingehen, dass der Wagen durch einen Unfall beschädigt wird. Die beiden Rüddel-Escort absolvierten nacheinander oder auch gleichzeitig mit wechselnden Fahrern ihre Runden. Team und Fahrer waren mit den Ergebnissen zufrieden.

Am Nachmittag war es dann soweit. Die Witterungsverhältnisse hatten sich deutlich verbessert, die Strecke trocknete teilweise ab und die Sonne ließ sich sogar hin und wieder blicken. Mike Stursberg war der Erste, der mit dem Capri rausfuhr. Aufgrund der verschiedenen Schwierigkeiten, die der Capri im letzten Jahr hatte, war man gespannt auf den ersten Auftritt in diesem Jahr. Die Zuversicht war begründet. Der Capri spulte seine Runden problemlos ab. Heinz Schmersal verzichtete auf den Einsatz im Capri. Stattdessen durfte Dr. Frank Blass aus Duisburg den Capri bewegen. Er schwärmte nach den Testrunden von der Leistung und der Straßenlage dieses besonderen Fahrzeugs. Alles war bestens.

Die beiden Escort MK1 und MK2 waren auch am Nachmittag sehr oft auf der Strecke, pilotiert wieder von allen drei Fahrern. Es gab keinen Grund unzufrieden zu sein. Alle waren zufrieden. Auch der von Frank Stippler gefahrene Escort MK1, der auch von Rüddel Racing betreut, gewartet und renntauglich zur Verfügung gestellt wird, lief top. Frank Stippler war sehr zufrieden. Für ihn kam es noch besser, denn er hatte noch Gelegenheit, den Escort MK2 Probe zu fahren. Er war sichtlich begeistert, wie sich dieser Wagen fahren und steuern lässt.

Fazit: Trotz der Wetterbedenken hat die FHR die Veranstaltung durchgeführt. Es waren insgesamt ca. 130 Fahrzeuge in die Eifel gekommen, um den Testtag zu nutzen. Es gab zwar einige witterungsbedingte Unfälle, die aber alle glimpflich verliefen. Für Rüddel wird es im April weitergehen mit den beiden Escort MK1 + MK2. Der Capri wird voraussichtlich im Mai 2021 wieder auf der Rennstrecke zu sehen sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Zufriedene Gesichter bei Rüddel Motorsport aus Rheinhausen