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Nach „Tief Bernd“ und Starkregen: Land unter am Niederrhein

Nach „Tief Bernd“ und Starkregen : Land unter am Niederrhein

Anhaltende Starkregenfälle haben auch am Niederrhein Keller volllaufen lassen und Straßen überflutet. Die Flutwelle des Rheins ist am Pegel Ruhrort abzulesen, der in drei Tagen um fast drei Meter anstieg.

Kein typisches Sommermotiv: die Mühlenweide unter Wasser, darüber ein trüber Wolkenhimmel, der keine Besserung verspricht. Tief „Bernd“ hat mit seinen Starkregenfällen für reichlich Wasser im Rhein gesorgt; der Pegel Ruhrort bewegte sich am Freitag auf die Hochwassermarke I von 9,30 Metern zu, für Samstag wird der Scheitelpunkt bei 9,50 bis 9,70 Metern erwartet. Vergleichbare Pegelstände werden in Ruhrort sonst allenfalls um Neujahr herum oder nach der Schneeschmelze im Frühjahr notiert. Dass der Rhein im Sommer so viel Wasser führt, ist das letzte Mal 2013 der Fall gewesen.

Angesichts der katastrophalen Zustände in Rheinland-Pfalz oder in NRW im Sauerland oder im Bergischen Land und mit, Stand Freitagmittag, mindestens 43 Todesopfern durch Überschwemmungen allein in NRW, sind die Rheinanlieger bei Duisburg bisher aber noch glimpflich davongekommen. Die Stadt sperrte bereits am Donnerstag vorsorglich das Sperrtor Marientor, was ab einem Ruhrorter Pegelstand von sieben Metern mit steigender Tendenz zum Schutz der Duisburger Innenstadt geschieht. Schon am Mittwoch sind vorsorglich einige Wege und Zugänge in Rheinnähe gesperrt worden. Zusätzlich bitten die Wirtschaftsbetriebe, die Deichböschungen nicht zu betreten, um die Grasnarbe zu schützen. Die Rheinfähre zwischen Orsoy und Walsum stellte am Freitag ihren Betrieb ein, hofft aber, am Sonntag wieder verkehren zu können.

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Feuerwehren halfen in Erkrath

Wegen der Folgen der starken Regenfälle in Erkrath haben rund 130 Einsatzkräfte aus den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg den dortigen Kameraden Hilfe geleistet. Dort haben die Regenfälle zur Überflutung der Abwasserkanäle und zu Stromausfällen geführt. Auch die Düssel ist in manchen Bereichen über die Ufer getreten.

Die Lage in den stark betroffenen Orten in NRW blieb am Freitag weiter angespannt. So hat sich die Zahl der Einsätze von Donnerstag auf Freitag verzehnfacht. Mehr als 15.000 Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz waren laut Innenministerium im Einsatz. Hilfe kam außerdem aus anderen Bundesländern, von Bundeswehr und Bundespolizei.