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Rüddel Motorsport am Nürburgring: 1000 km Rennen in der Grünen Hölle

Rüddel Motorsport am Nürburgring : 1000 km Rennen in der Grünen Hölle

Am vergangenen Wochenende fand in der Eifel eine Neuauflage des ADAC 1000km Rennens statt. Es war eine gelungene Veranstaltung mit Spannung pur bis zum Schluss.

Das glückliche Ende lag beim Porsche 934/5-Team mit den Fahrern Kersten Jodexnis, Robin Chrzanowski, Dr. Edgar Althoff und Andreas Gülden. Nach 41 Runden in 6:44,09 Stunden wurde die #42 als Sieger abgewunken, gefolgt vom schnellen 964er Cup- Porsche #58 mit den Schweizern Ivan Reggiani und Jvan Jacoma. Einen heißen Fight um den dritten Platz lieferten sich Jürgen Rudolph, Michael Knebel und Heiko Hammel auf ihrem Porsche 964 Cup #66 mit dem BMW 635CSi #43. Mit nur knapp 2 Sekunden Rückstand war der BMW mit den Fahrern Jürgen und Peter Schumann, Joachim Kiesch und Olaf Manthey der schnellste Tourenwagen in der Wertung.

Robert Rüddel und sein Team waren mit dem erfolgsgewohnten Ford Escort MK1 in die Eifel gereist. Da man keine Chance auf den Gesamtsieg hatte, wollte man jedoch ein respektables Gesamtergebnis erreichen und natürlich den Klassensieg holen. Man war sich aber klar darüber, dass es spannend werden würde, ob der Escort durchhalten würde. Nach dem Training/Qualifying sah es zuerst sehr gut aus. Startplatz 18 war ein gutes Ergebnis. Leider musste man bei der Inspektion des Escort in der Pause zwischen Qualifying und Start feststellen, dass Benzin im Motorraum austrat. Die Reparatur des defekten Teils dauerte allerdings so lange, dass man nicht mehr in die Startaufstellung fahren konnte. Das bedeutete, dass ohne Einführungsrunde nach dem Feld aus der Boxengasse gestartet werden musste. Da das Fahrzeug nach der Reparatur allerdings wie gewohnt sein Leistungspotential zeigte, sollte das kein Handicap sein. Als Fahrer waren diesmal Heinz Schmersal, Eigentümer des Ford Escort, Mike Stursberg und als dritter Fahrer Markus Diederich gemeldet. Mike Stursberg ging das Rennen und damit seine Aufholjagd an, als wäre er in einem Sprint-Rennen. Da er einen Doppelstint fuhr, kam der erste Fahrerwechsel erst nach gut 3 Stunden. Markus Diederich, der zum ersten Mal mit diesem Escort auf der Rennstrecke war, ließ nichts anbrennen und zeigte ebenfalls allen, was in dem Renngerät steckt. Nach einer Fahrzeit von rund 90 Minuten übernahm Heinz Schmersal das Steuer. Auch wenn er nicht ganz an die Rundenzeiten seiner Fahrerkollegen herankam, konnte er vom beruhigenden Vorsprung profitieren und seinen Stint sicher zu Ende fahren Der Vorsprung in der Klasse war schon beeindruckend. Der letzte Wechsel erfolgte nach ca. 6 Stunden und Markus Diederich setzte sich wieder hinters Steuer. Es waren noch spannende 45 Minuten, weil man zwar optimistisch war, dass das Fahrzeug ohne Probleme zu Ende fahren würde, sicher sein konnte man aber nicht. Markus Diederich war in der Lage, den Escort noch in der Gesamtwertung auf Rang 10 zu fahren. Ein Supererfolg für das kleine Team von Rüddel Motorsport. Der Klassensieg war damit auch gesichert.

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  • Starker Regen am Nürburgring führte dazu, dass das Rennen als eines der kürzesten 24h-Rennen in die Geschichteingeht.
    : 24-Stunden-Rennen der kürzeren Art

Von den 85 Fahrzeugen, die das Qualifying absolviert hatten, kamen 52 Fahrzeuge ins Ziel. Bis zur letzten Sekunde wurde in den einzelnen Klassen gekämpft und jeder, der das schwarz-weiß karierte Tuch sah, konnte sich als Sieger fühlen.