1. Niederrhein

Koordinierungs-, Kontakt und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Behinderung: Beratungen sind weiterhin möglich

Koordinierungs-, Kontakt und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Behinderung : Beratungen sind weiterhin möglich

Im Kreis Wesel befinden sich seit nunmehr 16 Jahren fünf Standorte der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Behinderung. Gefördert werden diese kostenlosen Beratungsangebote vom Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Ziel der KoKoBe ist es, Menschen mit Behinderung darin zu unterstützen, ihr Recht auf Teilhabe umzusetzen und so selbstbestimmt wie möglich leben zu können.

Bezugspersonen wie Angehörige, rechtliche Betreuer, Freunde, Lehrer und weitere Interessierte können sich ebenfalls an die KoKoBe wenden. Die Mitarbeitenden der KoKoBe beraten zu allen Lebensbereichen. Das Thema „Ablösung vom Elternhaus“ und die damit verbundene Suche nach der passenden Wohnform stellen einen besonderen Schwerpunkt in der Beratung dar. Bei finanziellen Fragen und diversen Antragsverfahren stehen die Mitarbeitenden ebenfalls beratend zur Seite.

Die Corona-Krise scheint kein glücklicher Moment für eine Wohnveränderung zu sein. Da sind die Ängste vor dem Unvorhersehbaren. Und doch gibt es gute Gründe, dass auch oder gerade in dieser Zeit neue Perspektiven zur Verfügung stehen bzw. gemeinsam entwickelt werden: Angehörige am Ende ihrer Kräfte, weil sie kaum noch Entlastung spüren, denn auch Werkstätten, Schulen und familienentlastende Dienste können nur unter den Einschränkungen der Corona-Krise tätig werden. Damit ist auch das berufliche und soziale Leben von Menschen mit Beeinträchtigungen aktuell sehr eingeschränkt und belastet. Es fehlt ihnen an Möglichkeiten, sich außerhalb der Familie mitzuteilen, was für sie von ganz besonderer Bedeutung ist. So lohnt es sich auch in diesen Zeiten sehr, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu planen.

Wer sich informieren, Zukunftspläne schmieden oder auch nur seine Ängste bezüglich der Zukunftsgestaltung der Menschen mit Behinderung von der Seele reden möchte, ist weiterhin herzlich eingeladen, das Beratungsangebot der KoKoBe in Anspruch zu nehmen.
KoKoBe Alpen, Rheinberg, Sonsbeck: Frau Lenz, Telefon: 0162 / 782 36 47
KoKoBe Moers: Frau Klostermann, Telefon: 02841 / 99 89 885
KoKoBe Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort: Herr Wolf, Telefon: 02845 / 93 66 835
Die Form der Beratung, ob telefonisch, persönlich, zu Hause oder im Büro erfolgt nach individueller Absprache. Weitere Informationen im Internet unter www.kokobe-kreis-wesel.de.